Veröffentlicht am 22.04.2026 11:56

Fürs Klima auf die Straße

Kinder und Jugendliche präsentierten die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ auf dem Kirchplatz in Starnberg.  (Foto: Volker Rebhan)
Kinder und Jugendliche präsentierten die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ auf dem Kirchplatz in Starnberg. (Foto: Volker Rebhan)
Kinder und Jugendliche präsentierten die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ auf dem Kirchplatz in Starnberg. (Foto: Volker Rebhan)
Kinder und Jugendliche präsentierten die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ auf dem Kirchplatz in Starnberg. (Foto: Volker Rebhan)
Kinder und Jugendliche präsentierten die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ auf dem Kirchplatz in Starnberg. (Foto: Volker Rebhan)

Rund 60 Kinder und Jugendliche versammelten sich kürzlich auf dem Kirchplatz, um ihre Stimme für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit zu erheben. Unterstützt wurden sie unter anderem vom stellvertretenden Landrat Matthias Vilsmayer, der 3. Bürgermeisterin von Starnberg, Christiane Falk, sowie dem Künstler Johannes Volkmann, der gemeinsam mit den Teilnehmenden das Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ präsentierte.

„Macht was, organisiert das!”

Mit klaren Worten machten die jungen Botschafterinnen und Botschafter für Klimagerechtigkeit auf ihre Sorgen aufmerksam. „Die Reichen verursachen den Klimawandel und am Ende bleibt es immer an den Armen hängen“, sagte der elfjährige Levi. „Wenn wir uns jetzt nicht einsetzen, geht morgen schon die Welt unter.“ Dabei richtete er auch Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz.

Auch an die Erwachsenen appellierten die Kinder und Jugendlichen eindringlich: „Macht was! Ihr könnt auch selber Bäume pflanzen, organisiert das! Am Ende werden euch alle danken – vor allem wir Jugendlichen, die sonst die Folgen des Klimawandels tragen müssen.“

Im Rahmen eines Workshops mit Johannes Volkmann setzten sich die Kinder kreativ mit gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander. Die gestalteten Schilder wurden auf dem Kirchplatz ausgestellt und stehen für ein friedliches und respektvolles Miteinander. Ergänzend entwickelten die Teilnehmenden ein interaktives Memory-Spiel zu den „Verkehrsschildern der Gerechtigkeit“, das ebenfalls vor Ort präsentiert wurde.

Auszeichnung verliehen

Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Plant-for-the-Planet Foundation an die Botschafterinnen und Botschafter für Klimagerechtigkeit. Die Auszeichnung wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission an die Initiative verliehen.

Die Veranstaltung war Teil der jährlichen Kinderkonferenz von Plant-for-the-Planet, die drei Tage lang in Possenhofen stattfand. Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren beschäftigten sich intensiv mit Themen wie Klimagerechtigkeit, Mitbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung.

Neben Diskussionen und Workshops pflanzten die Teilnehmenden bei einer gemeinsamen Aktion in Aschering 100 Bäume. In weiteren Workshops mit Victoria Herbig und Ines Heinbach lernten sie Methoden des gewaltfreien Protests sowie Wege, über das Thema Klima wirksam zu kommunizieren.

„Ihr habt etwas zu sagen”

Der stellvertretende Landrat Matthias Vilsmayer würdigte das Engagement der Kinder. „Was ihr hier heute präsentiert habt, beeindruckt mich sehr. Die Plant-for-the-Planet Foundation zeigt seit vielen Jahren, wie wichtig es ist, junge Menschen ernst zu nehmen, ihnen eine Stimme zu geben und sie zu ermutigen, sich einzubringen. Heute hat man deutlich gesehen: Ihr habt etwas zu sagen und ihr wollt Verantwortung übernehmen”, betonte er.

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