Am Mittwoch, 23. September, gegen 16.50 Uhr bemerkten Polizeikräfte, die sich am äußeren Sperrring des Oktoberfests am Beethovenplatz befanden, einen Mercedes Pkw mit ausländischem Kennzeichen und zwei Personen, die in den Bereich einfahren wollten. Die beiden Männer gaben an, Polizisten aus dem europäischen Ausland zu sein, wobei sich einer der beiden mit einer Umhängemarke auswies. Zudem berichteten sie davon, wichtige Dokumente im Auto zu besitzen, weshalb sie einfahren müssten.
Da sie keine weiteren Auskünfte geben konnten und auch keinen Parkausweis für den Bereich hatten, verwiesen die Einsatzkräfte sie jedoch der Örtlichkeit. Kurze Zeit später versuchten die beiden Männer sich an der Ecke Goethestraße/Mozartstraße erneut Zufahrt in den Sperrbereich zu verschaffen. Dort wurden sie schließlich einer Personenkontrolle unterzogen. Dabei gab sich einer der beiden, ein 54-Jähriger mit mazedonischer und bulgarischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Österreich, als Polizeibeamter aus.
Im Rahmen einer im Anschluss durchgeführten Verkehrskontrolle konnten mehrere augenscheinlich selbst hergestellte Dienstausweise und Marken mit Bezug zu einer Polizei festgestellt werden. Zudem fanden die Polizeikräfte höhere Summen Bargeld, mehrere Bankkarten sowie diverse Werbegegenstände auf. Diese wurden alle - ebenso wie die Dienstausweise - als Beweismittel sichergestellt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Pkw durchsucht, wo keine weiteren Gegenstände gefunden werden.
Der 54-Jährige wurde wegen der Urkundenfälschung und der Amtsanmaßung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Entrichtung einer Sicherheitsleistung im vierstelligen Bereich entlassen. Der zweite Insasse des Fahrzeugs, ein 52-Jähriger mit mazedonischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Nordmazedonien, wurde festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Auch er wurde wegen der Urkundenfälschung und der Amtsanmaßung angezeigt. Das Kommissariat 65 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.