Veröffentlicht am 08.10.2026 14:35

Wildunfälle im Herbst verhindern: Polizei gibt Tipps

Besonders abends und in den Morgenstunden können Wild und Kraftfahrer aufeinander teffen.  (Foto: hw)
Besonders abends und in den Morgenstunden können Wild und Kraftfahrer aufeinander teffen. (Foto: hw)
Besonders abends und in den Morgenstunden können Wild und Kraftfahrer aufeinander teffen. (Foto: hw)
Besonders abends und in den Morgenstunden können Wild und Kraftfahrer aufeinander teffen. (Foto: hw)
Besonders abends und in den Morgenstunden können Wild und Kraftfahrer aufeinander teffen. (Foto: hw)

Im Herbst steigt die Zahl der Wildunfälle stark an. Die Tiere überqueren bei der Nahrungs- und Partnersuche häufig Straßen. Mit der Zeitumstellung treffen sie dabei in ihrer morgendlichen und abendlichen Hauptaktivitätszeit mit dem Berufsverkehr zusammen. Die Polizei nimmt dies zum Anlass, auf die besonderen Gefahren für Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen und gibt Tipps, wie man diese erkennen und darauf richtig reagieren kann:

  • Vorausschauendes Fahren ist entscheidend, um schwerwiegende Wildunfälle zu verhindern. Besonders häufig überqueren Tiere in Waldgebieten und an Feldrändern die Straße – vor allem während der Dämmerung in den Abend- und frühen Morgenstunden.
  • Wildtiere sind oft zu mehreren unterwegs. Wenn ein Reh die Straße überquert hat, könnte ein weiteres folgen.
  • Wildtiere können die Geschwindigkeit von Fahrzeugen nicht richtig einschätzen und warten nicht am Straßenrand, bis sie vorbeigefahren sind. Selbst wenn ein Tier das Fahrzeug sieht, kann es plötzlich auf die Straße springen.
  • Kraftfahrer sollen ihre Geschwindigkeit reduzieren und, wenn nötig, vollständig anhalten.
  • Das Fernlicht ausschalten, damit das Tier nicht geblendet wird, da es dadurch in der Regel stehen bleibt. Zusätzlich hilft in den meisten Fällen Hupen, um das Wild zu vertreiben.

Was tun, wenn Zusammenstoß unvermeidbar ist?

Falls der Bremsweg nicht ausreicht, soll man unkontrollierte Ausweichmanöver vermeiden. Es ist sicherer, stark zu bremsen und den Aufprall auf der Fahrbahn in Kauf zu nehmen, als bei einem Ausweichmanöver die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Zusammenstöße mit Bäumen oder dem Gegenverkehr können bei hohen Geschwindigkeiten fatale Folgen haben.

Richtiges Verhalten nach Wildunfall

  • Die Unfallstelle ist zu sichern. Dazu das Warnblinklicht anschalten und eine Warnweste anziehen. Das Warndreieck soll in in ausreichender Entfernung (mindestens 100 Meter auf Landstraßen und 200 Meter auf Autobahnen) aufgestellt werden.
  • Sind Personen verletzt, 112 anrufen und Erste Hilfe leisten.
  • Wenn das Fahrzeug weiterhin fahrbereit ist, nicht auf der Fahrbahn stehenbleiben, sondern eine geeignete Abstellmöglichkeit neben der Straße suchen.
  • Falls das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ist, einen sicheren Ort am Straßenrand oder hinter der Leitplanke aufsuchen. Nicht auf der Fahrbahn stehen- oder im Fahrzeug sitzenbleiben.
  • Immer die zuständige Polizeiinspektion informieren oder die 110 anrufen, auch wenn das Tier bereits weggelaufen ist. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, einen Wildunfall zu melden. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. Weggelaufene Tiere können schwer verletzt sein und leiden. Die Polizei verständigt den zuständigen Jäger, der dann versucht, das angefahrene Tier zu finden.
  • Wenn möglich, das tote Tier an den Fahrbahnrand ziehen, um Folgeunfälle zu verhindern. Dazu Handschuhe anziehen, um eine Übertragung von Parasiten oder Krankheiten zu vermeiden. Achten Sie auf den Verkehr und begeben Sie sich nicht in Gefahr.
  • Zu verletzten, noch lebenden Tieren Abstand halten, da sie unberechenbar reagieren können.
  • ACHTUNG! Es ist gesetzlich verboten, verletzte oder tote Tiere ohne vorherige Rücksprache mit dem zuständigen Jäger oder der Polizei ins Fahrzeug einzuladen und von der Unfallstelle mitzunehmen, auch wenn man sie beispielsweise zu einem Tierarzt bringen möchte.

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