Veröffentlicht am 28.09.2026 10:30

Halbzeit auf der Wiesn: Polizei zieht positive Bilanz

Bis zur „Halbzeit” sei die Wiesn 2026 weitgehend friedlich verlaufen, resümiert die Münchner Polizei. (Archivbild: mha)
Bis zur „Halbzeit” sei die Wiesn 2026 weitgehend friedlich verlaufen, resümiert die Münchner Polizei. (Archivbild: mha)
Bis zur „Halbzeit” sei die Wiesn 2026 weitgehend friedlich verlaufen, resümiert die Münchner Polizei. (Archivbild: mha)
Bis zur „Halbzeit” sei die Wiesn 2026 weitgehend friedlich verlaufen, resümiert die Münchner Polizei. (Archivbild: mha)
Bis zur „Halbzeit” sei die Wiesn 2026 weitgehend friedlich verlaufen, resümiert die Münchner Polizei. (Archivbild: mha)

Nach acht von 16 Festtagen hat die Münchner Polizei eine positive Halbzeitbilanz des Oktoberfestes 2026 gezogen. „Trotz vielfältiger Krisen in der aktuellen weltpolitischen Lage zeigt sich, dass die Wiesn als größtes Volksfest der Welt ein Ort für ein friedliches und ausgelassenes Miteinander bleibt”, heißt es in einer Mitteilung.

Gelobt wird auch das „hohe Maß an Zivilcourage, weshalb immer wieder Unbeteiligte die Polizei verständigen oder sich als Zeugen für Strafanzeigen zur Verfügung stellen”. Neben diesen Hinweisen, die größtenteils über den Polizeinotruf 110 an die Polizei gelangen, habe die aufmerksame Beobachtung der zivilen und uniformierten Einsatzkräfte eine enorme Bedeutung, „sowohl präventiv als auch reaktiv”, wie die Polizei weiter schreibt.

Auch wenn die Zahl der registrierten Straftaten gestiegen ist, bewegen sich diese trotz Millionen von Besuchern auf moderatem Niveau, ergänzt die Polizei. Die Zahl der Einsätze, bei denen die Polizeikräfte auf der Wiesn tätig wurden, betrug zum Stand Sonntag, 27. September, insgesamt 936. Sie liegt damit im Vergleich zur Wiesn 2025 um zwölf Prozent höher (2025: 833; 2024: 901).

49 gefährliche Körperverletzungen

Bei den Sexualdelikten (2026: 32, 2025: 34) und den Körperverletzungen (2026 und 2025 jeweils 135) war die Tendenz gleichbleibend. 49 gefährliche Körperverletzungen wurden bisher registriert (2025: 46), wovon elf mit Maßkrug stattfanden. Anzeigen wegen Vergewaltigung gab es laut Polizei bis zur „Halbzeit” der Wiesn ebenso wenig wie Tötungsdelikte, Raubdelikte lediglich zwei (2025: 1, 2024: 0).

Anstieg bei Betäubungsmitteln

Im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität verzeichnen die Beamten hingegen einen Anstieg um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden bislang 122 Rauschgiftdelikte angezeigt (2025: 86; 2024: 74). Die überwiegende Anzahl dieser Anzeigen bezogen sich auf Kokain.

Verkehrsunfälle gleich häufig

Im Bereich Verkehr lasse sich laut Polizei insgesamt resultieren, dass die Zahlen in nahezu allen Bereichen sinken. „Nichtsdestotrotz ist jede Fahrt unter Alkoholeinfluss eine zu viel, weshalb wir an alle Besucherinnen und Besucher appellieren, den Heimweg zu Fuß, per ÖPNV oder mit dem Taxi anzutreten”, teilt die Polizei München hierzu mit. Seit Beginn des diesjährigen Oktoberfests kam es im ganzen Stadtgebiet zu 15 Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss (2025: 15; 2024: 10), davon zehn unter Benutzung von E-Scootern (2025: 9, 2024: 5).

Kaum Einsätze für die Feuerwehr

Aus Sicht der Münchner Feuerwehr ist das 191. Oktoberfest bisher ruhig und ereignislos verlaufen. Bis Sonntag, 27. September, verzeichnete die Feuerwehr München lediglich sechs Einsätze - vier davon waren kleinere Hilfeleistungen. Am ersten Samstag wurde die Feuerwehr zu einem technischen Defekt eines Fahrgeschäfts gerufen. Hier hatte das Personal mithilfe interner Rettungspläne das Problem aber schon vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelöst.

Am Sonntagmorgen, 27. September, ging auf der Wiesnwache die Meldung über einen brennenden Müllcontainer am Eingang P7 ein. In einem Müllpresscontainer war ein Brand ausgebrochen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand mit Schaum und einem Löschsystem ab. Danach wurde der Brandcontainer vom Festgelände entfernt. Besucher waren nicht gefährdet.

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