Am Sonntag, 13. September, wurde gegen 1.15 Uhr eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Westend in der Bayerstraße auf einen Verletzten aufmerksam. Mitarbeiter der DB-Sicherheit waren bereits vor Ort und führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. Der Mann, ein 24-jähriger Jordanier mit Wohnsitz in München, wies zahlreiche Verletzungen am Oberkörper auf. Zeugen konnten der Polizei einen Tatverdächtigen beschreiben, der dem Mann die Verletzungen zugefügt haben soll und anschließend flüchtete. Der Jordanier wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist stabil. Lebensgefahr besteht derzeit nicht.
Der Tatort wurde zur Spurensicherung abgesperrt. Auch wurde eine Fahndung nach dem Tatverdächtigen eingeleitet, die zunächst jedoch ohne Erfolg blieb.
Im Laufe der folgenden Ermittlungen konnte der Tatverdächtige durch Beamte der Kriminalpolizei identifiziert werden. Es handelt sich um einen 20-jährigen Jeminiten mit Wohnsitz in Fürstenfeldbruck. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen ihn. Am Montag gegen 20.45 Uhr wurde der Tatverdächtige von einer Zeugin am Stachus wiedererkannt. Die Polizei konnte den Mann noch vor Ort festnehmen.
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Bayerstraße und Hauptbahnhof (Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Telefon 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.