Der Stadtrat hat die Projektgenehmigung für die sicherheitstechnische Nachrüstung und Instandsetzung des Landshuter-Allee-Tunnels erteilt. Das städt. Baureferat muss den Tunnel sanieren und nachrüsten, weil die Sicherheitsausstattung des 1979 eröffneten Tunnels nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Außerdem haben Bauwerksuntersuchungen auch hinsichtlich des Bauwerkszustands und Brandschutzes dringenden Sanierungsbedarf aufgezeigt. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Montage von Brandschutzplatten an der Tunneldecke, das Verbreitern der vorhandenen Notgehwege sowie das Ergänzen zusätzlicher Fluchttüren in der Mittelwand. Zudem werden automatische Brandmelde- und Überwachungssysteme installiert, die Tunnelbeleuchtung sowie die Fluchtwegkennzeichnung modernisiert. Die bestehende Tunnelbetriebsstation wird durch einen Neubau erweitert, der gemeinsam mit den Stadtwerken München genutzt wird.
Das Bauwerk wird zudem umfassend generalüberholt: Betonschäden werden behoben, Wandverkleidungen erneuert und die gesamte Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht. Die Baumaßnahmen werden in vier Hauptphasen durchgeführt. Nach vorbereitenden Arbeiten wie der Baufeldfreimachung beginnt ab Sommer 2027 das Herstellen des baulichen Brandschutzes in der Weströhre des Tunnels, zunächst in Nachtarbeit. Während der weiteren Bauphasen wird jeweils eine Tunnelröhre gesperrt, während der Verkehr in der verbleibenden Röhre im Gegenverkehr geführt wird. Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich bis Frühjahr 2030 abgeschlossen sein. Die genehmigten Projektkosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro.