Das Erbe vollständig der Öffentlichkeit präsentieren

Ursula Männle, Vorsitzende des Vereins Christliche Volkskunst aus aller <br>Welt, und der Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Dr. Frank Matthias Kammel, mit dem Schenkungsvertrag. (Foto: Christliche Volkskunst aus aller Welt e.V.)
Ursula Männle, Vorsitzende des Vereins Christliche Volkskunst aus aller
Welt, und der Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Dr. Frank Matthias Kammel, mit dem Schenkungsvertrag. (Foto: Christliche Volkskunst aus aller Welt e.V.)
Ursula Männle, Vorsitzende des Vereins Christliche Volkskunst aus aller
Welt, und der Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Dr. Frank Matthias Kammel, mit dem Schenkungsvertrag. (Foto: Christliche Volkskunst aus aller Welt e.V.)
Ursula Männle, Vorsitzende des Vereins Christliche Volkskunst aus aller
Welt, und der Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Dr. Frank Matthias Kammel, mit dem Schenkungsvertrag. (Foto: Christliche Volkskunst aus aller Welt e.V.)
Ursula Männle, Vorsitzende des Vereins Christliche Volkskunst aus aller
Welt, und der Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Dr. Frank Matthias Kammel, mit dem Schenkungsvertrag. (Foto: Christliche Volkskunst aus aller Welt e.V.)

Die bedeutendste Politikerin Bayerns, Dr. Mathilde Berghofer-Weichner, wäre am 23. Januar 95 Jahre alt geworden. Die in Stockdorf lebende Dr. Berghofer-Weichner war nicht nur die erste Frau in einem bayerischen Kabinett und erste stellvertretende Ministerpräsidentin, sondern auch eine leidenschaftliche Sammlerin von Eiern und Krippen. Bei ihrem Tode 2008 belief sich Ihre Sammlung auf 6.000 Eiern jeglicher Größe und Materials, aus über 1.000 Krippen und viele hunderte Objekte christlicher Volkskunst, die sie dem von ihr gegründeten Verein „Christliche Volkskunst aus aller Welt“ vermachte. Ziel sollte sein, die Exponate der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und auszustellen: eine nicht leichte Aufgabe!

Das noch von Dr. Berghofer-Weichner geplante Museum in Waldsassen und viele andere Pläne ließen sich nicht verwirklichen und die Sammlung musste geteilt werden. Bei der St.-Lukas-Stiftung im „Haus der Kunst und Krippen“ in Bad Wörishofen haben die Eiersammlung und viele Krippen und wertvolle Objekte speziell aus Osteuropa und dem Mittelmeerraum ihre Heimat gefunden, dem Prämonstratenser Kloster Windberg wurden hunderte von Krippen für das zu renovierende Prälatenhaus für Ausstellungen übereignet.
Höhepunkt war die Übergabe von 192 Krippen an das Bayerische Nationalmuseum durch die Vorsitzende des Vereins, Prof. Ursula Männle, an Generaldirektor Dr. Kammel. Zu einer kleinen Feier waren frühere Kabinettskollegen und Weggefährten aus dem Landkreis Starnberg, darunter der Patensohn von Dr. Berghofer-Weichner, Landrat Stefan Frey (auch Mitglied des Vereins), in den Alten Bibliothekssaal des Nationalmuseums gekommen. Die Freude war bei allen Beteiligten groß, dass gerade durch die Übernahme durch das für seine Krippensammlung weltbekannte Museum, die Bedeutung der Sammlung von Dr. Berghofer gewürdigt wurde und nun das Erbe vollständig der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

north