„Der denkmalgeschützte Leopoldpark war ein hoch repräsentativer Park und hat seine architektonische Bedeutung auch heute (noch) nicht verloren”, sagt das Münchner Forum. Für Sonntag, 1. März, 11.00 bis 12.00 Uhr, bietet es unter dem Titel „Leopoldpark – Ein Baudenkmal, Münchens erster Bürgerpark und jetzt?” einen Spaziergang durch diese Grünanlage an.
Der Spaziergang beginnt am Standort der „Königlichen Villa” von Friedrich von Gärtner, die 1936 verloren ging. Eine Spurensuche über die Münchner Stadterweiterung führt die Teilnehmer zu den Jugendstilbauten Friedrichstraße, Franz-Joseph-Straße und dem Gartenhaus, das 1942 den Mitgliedern der Widerstandsgruppe „Weiße Rose” gegen die nationalsozialistische Diktatur diente. In den 70er-Jahren führte die kontinuierliche Bebauung und Urbanisierung des Leopoldparks zu Bürgerprotesten. Am Ende des Spaziergangs wird der Standort der für heuer angekündigten Bebauung mit einer WC-Box in Augenschein genommen.
Treffpunkt zu diesem Spaziergang, der von der Architektin und Denkmalpflegerin Dipl. Ing. FH Claudia Mann geleitet wird, ist an der Leopoldstraße 15, beim Flötenspielenden Faun. Dorthin kommt man mit der U3/U6, Ausstieg Giselastraße. Die Anmeldung zur Teilnahme erfolgt per E-Mail an die Adresse veranstaltung@muenchner-forum.de.
Das Münchner Forum besteht seit über 50 Jahren. Es ist eine Plattform für Bürger zur kritisch-konstruktiven Debatte der Stadtentwicklung. Eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung und eine qualifizierte Bürgerbeteiligung stehen auf ihrer Agenda. Gemeinsam mit interessierten Personen aus der Stadtgesellschaft, mit Fachleuten und Politikern werden diesbezügliche Fragen erörtert. Weiteres findet sich unter der Adresse www.muenchner-forum.de.