Veröffentlicht am 08.10.2026 13:45

Betrug beim Immobilienkauf: Frau überweist Geld auf falsches Konto

Am Freitag, 14. August, veranlasste eine 60-Jährige für den Erwerb einer Wohnung in München eine Überweisung über einen siebenstelligen Betrag. Die Frau hatte per Mail von dem beauftragten Immobilienmakler eine Zahlungsaufforderung erhalten. Nach Rücksprache mit ihrer Bank überwies sie den vollständigen Kaufpreis auf die angegebene Bankverbindung. Bereits mehrere Monate zuvor hatte die notarielle Beurkundung des Verkaufs stattgefunden.

Unbekannter Täter übernimmt Postfach

Im weiteren Verlauf wurde festgestellt, dass die Kommunikation per Mail mit dem Immobilienmakler durch einen bislang unbekannten Täter manipuliert worden war. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei war ein Postfach unberechtigt übernommen worden. Dadurch konnte die tatsächliche Zahlungsaufforderung abgefangen - und der 60-Jährigen stattdessen eine manipulierte Zahlungsaufforderung mit einer veränderten Bankverbindung übermittelt werden. Der Kaufpreis wurde dadurch auf ein nicht für den Immobilienkauf vorgesehenes Konto überwiesen.

Große Teile des Geldes gesichert

Wenige Tage später fiel der Betrug auf und die Polizei wurde informiert. Aufgrund der schnell eingeleiteten Ermittlungen konnten große Teile des überwiesenen Geldes gesichert werden. Ein Betrag von mehreren 100.000 Euro wurde zwischenzeitlich an die 60-Jährige zurückgeführt. Darüber hinaus wurden weitere Geldbeträge auf Konten im europäischen Ausland gesichert. Die Ermittlungen wegen Betruges, Fälschung beweiserheblicher Daten, Ausspähens von Daten sowie Datenveränderung führt das Kommissariat 122.

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