Berufsschulzentrum an der Ruppertstraße heißt künftig Elisabeth-Selbert-Bildungszentrum für Erziehungsberufe

Enthüllung der Gedenktafel mit (v.l.) Stadträtin Mo Lüttig, Ralf Knoth (Schulleiter Städtische Berufsfachschule für Kinderpflege), Susanne Selbert (Enkelin von Dr. Elisabeth Selbert), Stadtschulrat Florian Kraus, Pauline Zikeli (Schulleitung Städtische Fachakademie für Heilpädagogik) und Alexander Auner (Lehrkraft Städtische Münchner Farbe Schule). (Foto: Tobias Hase / LHM RBS)
Enthüllung der Gedenktafel mit (v.l.) Stadträtin Mo Lüttig, Ralf Knoth (Schulleiter Städtische Berufsfachschule für Kinderpflege), Susanne Selbert (Enkelin von Dr. Elisabeth Selbert), Stadtschulrat Florian Kraus, Pauline Zikeli (Schulleitung Städtische Fachakademie für Heilpädagogik) und Alexander Auner (Lehrkraft Städtische Münchner Farbe Schule). (Foto: Tobias Hase / LHM RBS)
Enthüllung der Gedenktafel mit (v.l.) Stadträtin Mo Lüttig, Ralf Knoth (Schulleiter Städtische Berufsfachschule für Kinderpflege), Susanne Selbert (Enkelin von Dr. Elisabeth Selbert), Stadtschulrat Florian Kraus, Pauline Zikeli (Schulleitung Städtische Fachakademie für Heilpädagogik) und Alexander Auner (Lehrkraft Städtische Münchner Farbe Schule). (Foto: Tobias Hase / LHM RBS)
Enthüllung der Gedenktafel mit (v.l.) Stadträtin Mo Lüttig, Ralf Knoth (Schulleiter Städtische Berufsfachschule für Kinderpflege), Susanne Selbert (Enkelin von Dr. Elisabeth Selbert), Stadtschulrat Florian Kraus, Pauline Zikeli (Schulleitung Städtische Fachakademie für Heilpädagogik) und Alexander Auner (Lehrkraft Städtische Münchner Farbe Schule). (Foto: Tobias Hase / LHM RBS)
Enthüllung der Gedenktafel mit (v.l.) Stadträtin Mo Lüttig, Ralf Knoth (Schulleiter Städtische Berufsfachschule für Kinderpflege), Susanne Selbert (Enkelin von Dr. Elisabeth Selbert), Stadtschulrat Florian Kraus, Pauline Zikeli (Schulleitung Städtische Fachakademie für Heilpädagogik) und Alexander Auner (Lehrkraft Städtische Münchner Farbe Schule). (Foto: Tobias Hase / LHM RBS)

Das im Jahr 2020 in Betrieb genommene Berufsschulzentrum an der Ruppertstraße hat einen neuen Namen. Es heißt künftig Elisabeth-Selbert-Bildungszentrum für Erziehungsberufe. Mit der Umbenennung wird das Vermächtnis einer der vier „Mütter des Grundgesetzes“ gewürdigt. Auch dem Kampfgeist von Dr. Elisabeth Selbert verdankt die Bundesrepublik die verfassungsrechtliche Gleichstellung der Geschlechter. So geht die Formulierung von Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes – „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ – maßgeblich auf den Einsatz der Juristin und Politikerin zurück.

Seit 2020 in Betrieb

Vor kurzem hat die Namensgebungsfeier für die Schule stattgefunden. Neben Stadträtin Mo Lüttig, Stadtschulrat Florian Kraus, der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Nicole Lassal und der Schulfamilie sprach auch Susanne Selbert, die Enkelin der namensgebenden Juristin und Frauenrechtlerin. Am Bildungszentrum für Erziehungsberufe, das nun den Namen Elisabeth Selberts (1896–1986) trägt, befinden sich seit 2020 die Städtische Fachakademie für Sozialpädagogik, die Städtische Berufsfachschule für Kinderpflege, die Städtische Fachakademie für Heilpädagogik sowie die Städtische Fachschule für Grundschulkindbetreuung.

Eine bessere Gesellschaft ermöglichen

Bürgermeisterin Verena Dietl sagte „Dr. Elisabeth Selbert hat mit großer Beharrlichkeit durchgesetzt, dass der Satz ‚Männer und Frauen sind gleichberechtigt‘ ins Grundgesetz aufgenommen wurde – ein Meilenstein unserer Demokratie und für die Gleichstellung von Frauen. Dies muss jedoch in der Lebensrealität ankommen. Eine verlässliche Kinderbetreuung ist der Grundpfeiler für Gleichstellung im Alltag. Dies gelingt nur mit genügend ausgebildeten Mitarbeitenden. Deshalb ist die Benennung des Elisabeth-Selbert-Bildungszentrums ein wunderbares Symbol, wie abstrakte und konkrete Handlungen für Gleichstellung von Frauen und Männern zusammenkommen und für alle eine bessere Gesellschaft ermöglichen.“

Stereotype Geschlechterrollen durchbrechen

„Elisabeth Selbert ist eine perfekte Namenspatronin für die pädagogischen Aus- und Weiterbildungen hier an der Ruppertstraße”, meinte Stadtschulrat Florian Kraus. „Die Pädagog*innen sind wichtige Multiplikator*innen, um stereotype Geschlechterrollen im Kinder- und Jugendalter zu durchbrechen und geschlechterspezifischen Benachteiligungen entgegenzuwirken. Mit dem städtischen Konzept der geschlechtergerechten Pädagogik haben wir hier bereits einen starken Impuls gesetzt.“
Stadtdirektor Peter Scheifele ergänzte: „Dr. Elisabeth Selbert war ihrer Zeit weit voraus. An ihrem Vermächtnis für eine wahrhaft gleichberechtigte Gesellschaft arbeiten wir noch heute. Diese außerordentliche Frau als Namenspatronin einer städtischen Schule zu ehren, war mir schon lange ein persönliches Anliegen.“
„Das Engagement meiner Großmutter hat gezeigt, dass manchmal viel Mut und eine große Portion Hartnäckigkeit von Nöten sind, um demokratische Werte durchzusetzen”, fand Susanne Selbert. „Machen wir also den Schülerinnen und Schülern Mut, für eine gleichberechtigte Gesellschaft einzustehen, in der alle Menschen die gleichen Chancen haben.“

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