Nicht ganz ein Jahr nach der Rückkehr von Kindern und Lehrerkollegium hat die sanierte Grundschule an der Bahnhofstraße offiziell ihre Wiedereröffnung gefeiert - und zwar gleich mit zwei Veranstaltungen. Am Freitag beim Festprogramm mit geladenen Gästen und am Samstag beim Tag der offenen Tür konnten sich die Anwesenden davon überzeugen, dass in die aufwändig neu gestalteten Räumlichkeiten viel Leben eingekehrt ist.
Weil die Grundschule eine „Schule der Kinder” sei, überließ Rektorin Claudia Denzinger die Moderation des Festprogramms folgerichtig dem Nachwuchs. Die Kinder Oskar und Emilia führten ohne erkennbare Nervosität souverän durch den Freitagvormittag, den die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1c, 1a und 2a zwischen den Redebeiträgen mit ihren musikalischen Darbietungen bereicherten.
„Es war damals wirklich schön, hier zur Schule zu gehen”, erinnerte sich Bürgermeister Florian Klietsch an seine eigene Grundschulzeit in den Jahren 1989 bis 1993: „Aber von den Rahmenbedingungen her ist das mit heute nicht zu vergleichen.” Das Schulgebäude erstrahle in einem ganz neuen Glanz, seine Ausstattung biete „fantastisch viele neue und spannende Möglichkeiten für den modernen, zeitgemäßen Unterricht unserer Kinder”, meinte Unterföhrings neuer Rathauschef.
Von einem „Lernparadies” sprach Rektorin Denzinger. Das weite Spektrum an heutigen Unterrichtsmethoden und Lernkonzepten erfordere „Räume, die einen unkomplizierten Wechsel zwischen Instruktion, Einzelarbeit, Gruppenarbeit und Präsentation von Lernergebnissen ermöglichen”. Diese seien nun in diesem „Kunstwerk”, wie Teile des Kollegiums die sanierte Schule bei der ersten Besichtigung genannt hätten, wahrlich vorhanden. Damit hätten die Baubeteiligten den Kindern „ein Zuhause, ein Stück Heimat” gebaut.
„Ein klares Bekenntnis zur Zukunft unserer Kinder”, nannte Schulamtsdirektor Christof Knippschild die „bewusste Entscheidung des Gemeinderats zur umfangreichen, auch kostenintensiven Sanierung der Grundschule.” Er gratulierte zu „einer Entscheidung mit Weitblick”, neben den modernen Bauten am Schulcampus in der Mitterfeldallee auch an der Bahnhofstraße in Bildung investiert zu haben. Zudem richtete Christof Knippschild einen speziellen Dank an die Lehrkräfte: „Sie machen aus Technik Bildung und aus Räumen Lernorte.”
Schülerinnen und Schüler führten die Gäste des Wiedereröffnungsfests anschließend von der Aula aus durch die Schule, wo sie Einblicke in den Unterricht in den neuen Räumen gewannen. „Wir sind mit unseren Schulen für die nächsten Jahrzehnte hervorragend aufgestellt”, befand Bürgermeister Klietsch. Auch mit Blick auf den benachbarten Neubau von Hort und Mittagsbetreuung in der Schulstraße, der in diesem Jahr bezogen wird, hätte man „gute Gründe, mit Optimismus nach vorne zu schauen”.