Tanz im altbayerischen Dorf –Volkstanztradition lebendig erleben
Das Tanzen ist eine sehr alte Ausdrucksform der Menschen. Schon in vorgeschichtlichen Höhlenmalereien kann man Tanzszenen entdecken, die wahrscheinlich religiösen und sozialen Riten dienten. Aber auch kriegerische Tänze könnten dort dargestellt sein. Was wir sicher wissen, dass im Mittelalter an den europäischen Höfen der Gesellschaftstanz modern wurde. Übrigens, etwa zur selben Zeit soll das Schuhplatteln das erste Mal erwähnt worden sein. Ein Mönch aus dem Kloster Tegernsee hat eine Art Ritterdichtung auf Latein verfasst, in der ein Tanz beschrieben wird, der dem Schuhplattler sehr nahe kommt. Der Dichter Karl Stieler behauptet wiederum, beim Schuhplatteln werde der Balztanz des Auerhahns nachgestellt. Sie sehen schon, die genaue Herkunft werden wir wohl nicht mehr klären können, es wäre aber sowieso falsch, den bayerischen Tanz nur auf das Schuhplatteln zu reduzieren. Denn es gibt Landler, Walzer, Zwiefachen und Polka und vieles mehr. Der Zwiefache ist übrigens sogar immaterielles Kulturerbe!Dann kommen noch Figurentänze und Paartänze hinzu. Die Tänze waren oft den höfischen Tänzen nachempfunden oder zumindest von ihnen beeinflusst.
01.07.2026 14:33 Uhr
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