Rund 50 seltene Tierarten und 70 seltene Pflanzenarten sind hier beheimatet: Zwischen Aubing und Freiham im Aubinger Moos liegt ein 6,87 Hektar großes und landschaftlich überregional bedeutsames Gebiet mit den größten in München noch verbliebenen Kalkflachmoorresten. Heute hat der Umweltausschuss des Münchner Stadtrats das Gebiet zum geschützten Landschaftsbestandteil erklärt.
Die CSU/FW-Fraktion begrüßt diesen Beschluss ausdrücklich. Das Gebiet umfasst den Erlbach, eine Weiherkette und die Kalkflachmoor-Wiesen und ist aus dem ehemals viel größeren Dachauer Moos entstanden. Hier leben gefährdete Tierarten wie die „Bayerische Quellschnecke“ – sie ist vermutlich bereits kurz nach der Eiszeit hier heimisch geworden. Auch Libellen, Käfer, Wasservögel und Biber leben in dem nun geschützten Gebiet, ebenso wie zahlreiche seltene Pflanzen, zum Beispiel das Preußische Laserkraut und die Armblütige Sumpfbinse. Das Gebiet ist außerdem schutzwürdig, da es zur Sicherung der Frischluftversorgung beiträgt.
Sebastian Schall, stv. Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Fraktionssprecher, erklärt: „Die CSU/FW-Fraktion steht dafür, die einzigarte Biodiversität und die Artenvielfalt im Münchner Stadtgebiet zu erhalten, zu sichern und auszubauen. Wir haben immer gesagt, dass wir uns gut vorstellen können, weitere Landschafts- oder sonstige Schutzgebiete auszuweisen, sofern dies in enger Abstimmung mit der örtlichen Bevölkerung geschieht – das war hier der Fall.“
Sebastian Kriesel, Vorsitzender des Bezirksausschusses 22, sieht in der Entscheidung einen bedeutenden Schritt für den Erhalt der Natur im Münchner Westen: „Dieses Gebiet ist nicht nur ein Rückzugsort für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sondern auch ein unverzichtbarer Erholungsraum für die Menschen in Aubing und Freiham. In einer Zeit, in der der Bedarf an grünen Flächen und naturnahen Rückzugsorten stetig steigt, ist es von größter Wichtigkeit, solche wertvollen Landschaften zu schützen und zu erhalten. Wir müssen sicherstellen,dass auch die zukünftigen Generationen die Schönheit und Biodiversität dieses einmaligen Ökosystems erleben können. Der Schutz dieser Flächen ist ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen und lebenswerten Stadtentwicklung.“