Von 1. bis 30. Juni beteiligte sich das Polizeipräsidium München an der bayernweiten Schwerpunktaktion „Landstraßensicherheit”. Ziel der Kontrollmaßnahmen war es, die Verkehrssicherheit auf Landstraßen nachhaltig zu erhöhen und insbesondere die Hauptunfallursachen - Geschwindigkeit, Ablenkung, Missachtung der Gurtpflicht sowie riskante Überholmanöver - konsequent zu überwachen und zu ahnden.
Im gesamten Münchner Stadtgebiet sowie im Landkreis München waren rund 250 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz. Während des Kontrollzeitraums wurden knapp 1.300 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Darüber hinaus ahndeten die Einsatzkräfte rund 150 weitere Verkehrsverstöße - unter anderem wegen verbotswidriger Handynutzung am Steuer, Verstößen gegen die Gurtanlegepflicht sowie gefährlicher Überholmanöver.
Im Rahmen der Aktion führten Beamte am Donnerstag, 11. Juni, gegen 10 Uhr auch auf der Bundesstraße B 471 bei Oberschleißheim eine Kontrollstelle durch. Hierbei wurde ein Kleintransporter mit zwei Insassen einer Kontrolle unterzogen. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer, ein 43-jähriger moldawischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland, als Asylsuchender im Bundesgebiet registriert und zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war.
Der Mann zeigte sowohl einen rumänischen Personalausweis als auch einen ungarischen Führerschein vor, bei denen es sich nach den bisherigen Ermittlungen jeweils um Totalfälschungen handelte. Weiter ergab sich, dass gegen den 43-Jährigen ein rechtskräftiges Fahrverbot aufgrund einer erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 50 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften bestand.
Aufgrund der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde der Tatverdächtige vorläufig festgenommen und einem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt, welcher Haftbefehl erließ.
Die Münchner Polizei wird auch künftig zielgerichtete Schwerpunktkontrollen durchführen. Überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung am Steuer sowie weitere Verkehrsverstöße zählen nach wie vor zu den häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle. Ziel der Kontrollen ist es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und schwere Unfallfolgen zu verhindern.