Testlauf startet: Lieferzonen werden digitalisiert

Sie gaben im Tal den Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“ (v.l.): Annette Hilpert (IHK), OB Dominik Krause, Benoit Blaser (BA 2), Andrea Stadler-Bachmaier (BA 1) und Mobilitätsreferent Georg Dunkel. Links unten ist der gelbe Sensor zu sehen.  (Foto: Michael Nagy)
Sie gaben im Tal den Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“ (v.l.): Annette Hilpert (IHK), OB Dominik Krause, Benoit Blaser (BA 2), Andrea Stadler-Bachmaier (BA 1) und Mobilitätsreferent Georg Dunkel. Links unten ist der gelbe Sensor zu sehen. (Foto: Michael Nagy)
Sie gaben im Tal den Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“ (v.l.): Annette Hilpert (IHK), OB Dominik Krause, Benoit Blaser (BA 2), Andrea Stadler-Bachmaier (BA 1) und Mobilitätsreferent Georg Dunkel. Links unten ist der gelbe Sensor zu sehen. (Foto: Michael Nagy)
Sie gaben im Tal den Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“ (v.l.): Annette Hilpert (IHK), OB Dominik Krause, Benoit Blaser (BA 2), Andrea Stadler-Bachmaier (BA 1) und Mobilitätsreferent Georg Dunkel. Links unten ist der gelbe Sensor zu sehen. (Foto: Michael Nagy)
Sie gaben im Tal den Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“ (v.l.): Annette Hilpert (IHK), OB Dominik Krause, Benoit Blaser (BA 2), Andrea Stadler-Bachmaier (BA 1) und Mobilitätsreferent Georg Dunkel. Links unten ist der gelbe Sensor zu sehen. (Foto: Michael Nagy)

In der Altstadt ist Parkraum rar und der Parksuch-Verkehr entsprechend groß. Besonders Fahrzeuge, die Güter liefern und laden oder zum Erbringen von Dienstleistungen genutzt werden, sind dort auf das rasche Finden von geeigneten Parkplätzen angewiesen. Nun sollen die 3L, also das „Liefern, Laden und Leisten”, mit digitaler Unterstützung einfacher gemacht werden. Ein diesbezügliches Pilotprojekt geht in seine Testphase.
Oberbürgermeister Dominik Krause und Mobilitätsreferent Georg Dunkel haben gemeinsam mit Annette Hilpert, der Referatsleiterin für Stadt- und Regionalentwicklung bei der IHK für München und Oberbayern, den Startschuss dazu gegeben: 21 ausgewählte Lieferzonen – in der Altstadt und zusätzlich in den an die Fraunhoferstraße angrenzenden Straßen – werden mit Sensoren ausgestattet. Diese senden Echtzeit-Informationen über die Belegung der Flächen direkt an die eigens dafür bereitgestellte, kostenfreie App „mo2B”. Die Sensoren befinden sich im Asphalt der jeweiligen Fläche.
Ergänzend wurden ausgewählte Zonen in der Altstadt zur besseren Erkennbarkeit mit dem Schriftzug „Lieferzone” markiert. Mit diesen Maßnahmen sollen die Fehlbelegung der Flächen und der Parksuch-Verkehr reduziert sowie der innerstädtische (Wirtschafts-)Verkehr entlastet werden.

Praktische App

In der App sind zusätzlich zur Anzeige von digitalisierten Lieferzonen auch alle weiteren 2L- und 3L-Zonen im Stadtgebiet zu sehen. Über die Routingfunktion können sich die Nutzer außerdem schnell und einfach zur gewünschten Lieferzone navigieren lassen.

    Auch Anwohner profitieren

    Neben Zonen für das Liefern, Laden und Leisten, den sogenannten 3L-Zonen, wurden für das Pilotprojekt auch reine Liefer- und Ladezonen (2L-Zonen) ausgewählt. „Mit dem Pilotprojekt zur Digitalisierung von Lieferzonen wollen wir vor allem die Nutzung und Auslastung der Zonen verbessern”, sagt Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Wir sehen aktuell gerade in der Altstadt einen hohen Parkdruck und eine hohe Fehlbelegung der Flächen. Durch die Sensoren und die Informationen in Echtzeit ermöglichen wir es Handwerker*innen, Pflegediensten und Lieferant*innen, freie Haltemöglichkeiten schneller zu finden, zudem kann einer falschen Beparkung so einfacher entgegengewirkt werden. Neben dem Wirtschaftsverkehr können auch Anwohner*innen und Menschen mit einem Behindertenparkausweis von der Digitalisierung der Flächen beziehungsweise der App profitieren.“
    Zukünftig sollen stadtweit auch Sonderparkplätze – wie Behindertenparkplätze, Parkplätze mit Ladesäulen, Carsharing-Parkplätze und Parkplätze für den Wirtschaftsverkehr – mit Sensoren ausgestattet werden. Ziel ist es, deren Belegungsstatus beziehungsweise ihre Verfügbarkeit in Echtzeit zu übermitteln.

    Besonders relevante Lieferzonen ausgewählt

    Zusammen mit Vertretern von Kammern und Wirtschaftsverbänden hat die Stadt für das Pilotprojekt besonders relevante Lieferzonen ausgewählt. Es soll unter anderem aufzeigen, welche Nutzergruppen das Angebot annehmen und für welche Gruppen es gegebenenfalls weitergehende Lösungen braucht. Das Mobilitätsreferat macht mit dem Projekt einen weiteren Schritt in Richtung Optimierung der Flächen für den Wirtschaftsverkehr. Bis zum Jahr 2035 sollen insgesamt 1.000 Lieferzonen im Stadtgebiet angeordnet sein.
    Möglich wurde das Pilotprojekt dank des EU-Förderprojekts „metaC-CAZE”. Darin setzt die Stadt innovative Lösungen für den Wirtschaftsverkehr und die Digitalisierung der Mobilität um, die auch anderen Städten zugute kommt.

    Weitere Nutzer

    Die 3L-Zonen sind als eingeschränkte Halteverbote beschildert und können zum Be- und Entladen genutzt werden. Nutzergruppen mit Sonderparkausweis – wie Handwerker oder Pflegedienste – können während der Dauer ihres Einsatzes ebenfalls dort parken.
    In der „blauen Zone“ in der Altstadt sind die 3L-Zonen rot markiert und um den Schriftzug „Lieferzone“ auf dem Asphalt ergänzt. In der Regel sind diese in den Tagesrandzeiten, meist zwischen 19 und 8 Uhr, für das Anwohnerparken freigegeben, damit der knappe öffentliche Raum effizient genutzt wird. Menschen mit einem Behindertenparkausweis können dort jederzeit für bis zu drei Stunden parken.

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