Veröffentlicht am 28.05.2026 13:26

Mit dem P-Konto das Existenzminimum sichern

Johann Rettermayer gehört zum Team der Caritas Schuldnerberatung. Hier findet man Rat und Hilfe in finanziell schwierigen Situationen. (Foto: hw)
Johann Rettermayer gehört zum Team der Caritas Schuldnerberatung. Hier findet man Rat und Hilfe in finanziell schwierigen Situationen. (Foto: hw)
Johann Rettermayer gehört zum Team der Caritas Schuldnerberatung. Hier findet man Rat und Hilfe in finanziell schwierigen Situationen. (Foto: hw)
Johann Rettermayer gehört zum Team der Caritas Schuldnerberatung. Hier findet man Rat und Hilfe in finanziell schwierigen Situationen. (Foto: hw)
Johann Rettermayer gehört zum Team der Caritas Schuldnerberatung. Hier findet man Rat und Hilfe in finanziell schwierigen Situationen. (Foto: hw)

Jedes Jahr widmet sich die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) einem besonderen Thema mit einer Aktionswoche. In diesem Jahr findet sie vom 15. bis 19. Juni unter dem Motto: „Wie komme ich an mein Geld? – Wenn das P‑Konto zum Problemkonto wird” statt. Das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) wurde 2010 eingeführt, um zu sichern, dass dem Schuldner der gesetzlich festgelegte Freibetrag tatsächlich auch bleibt und vor weiteren Pfändungen geschützt wird. Nur so können betroffene Schuldnerinnen und Schuldner weiterhin Miete, Strom sowie andere notwendige lebenserhaltende Ausgaben bestreiten. Welche Vorteile und welche Tücken das P-Konto bietet, kann man in dieser Aktionswoche bei verschiedenen Veranstaltungen erfahren.

Hilfe suchen wenn sie nötig ist

Idealerweise sucht man den Weg zur Schuldnerberatung aber nicht erst, wenn erste Pfändungen drohen, sondern schon dann, wenn man merkt, dass man den Überblick über seine Finanzen verloren hat. Verführerische Angebote (Buy now - pay later), Ratenkredite in vielen verschiedenen Formen sind verlockend und verleiten so Manchen, Dinge, die er und sie sich vielleicht eigentlich nicht leisten kann, am Ende doch zu kaufen.
Aber aber auch Arbeitslosigkeit, Trennung, Krankheit und viele anderen Faktoren können dazu führen, dass man am Ende vom Geld noch zu viel Monat übrig hat. Hier berät die Schuldnerberatung, überkonfessionell und kostenfrei.

Im letzten Jahr wurden bei der Caritas Schuldnerberatung 819 Klienten in 3.135 Sitzungen beraten. 47,5 Prozent der Klienten waren zwischen 31 und 50 Jahren alt, aber auch bei den Senioren steigt der Bedarf an Beratung kontinuierlich.
Johann Rettermayer arbeitet schon seit vielen Jahren bei der Schuldnerberatung und freut sich jedes Mal, wenn er Menschen aus ihrem Weg aus den Schulden helfen kann. Eines vorweg, die Schulden bezahlen wird die Schuldnerberatung nicht, aber sie kann helfen, ein geordnetes Schuldnerverfahren durchzuführen. Erst einmal gehört es dazu, die vorhandenen Unterlagen zu sichten, die Gläubiger zu benennen und die Höhe der Schulden. Nicht selten können die Mitarbeiter der Schuldnerberatung neue Zahlungspläne verhandeln und helfen, wo möglich und nötig, Anträge zu stellen. Dabei geht es den Mitarbeitern vor allem darum, den notwendigen Lebensunterhalt der Schuldner zu sichern. Hier kommt das Pfändungsschutzkonto (P‑Konto) ins Spiel.

Guter Rat ist hier kostenlos

Die Schuldner- und Insolvenzberatung der Caritas-Dienste im Landkreis München bietet im Rahmen der Aktionswoche folgende kostenfreie Veranstaltungen an:

• Montag, 15. Juni, 10.00 bis 11.00 Uhr, Online-Veranstaltung: „Das Pfändungsschutzkonto – Rechte, Möglichkeiten, Probleme“, Anmeldung bis 8. Juni per E‑Mail: schuldnerberatung-lkm@caritasmuenchen.org Die Online-Veranstaltung findet über Microsoft Teams statt.
• Dienstag, 16. Juni, 14.00 bis 17.30 Uhr, offene Sprechstunde in den Räumen der Beratungsstelle Kreillerstraße 24, 81673 München (U2 „Josephsburg“) - keine Anmeldung
• Dienstag, 16. Juni, 14.00 bis 16.00 Uhr, Telefonsprechstunde unter 43 66 96 40
• Dienstag, 16. Juni, 16.30 Uhr, 90-minütige Informationsveranstaltung zum Verbraucherinsolvenzverfahren, in den Räumen der Caritas Schuldner- und Insolvenzberatung (Kreillerstraße 24, München, 1. Stock) Themen: Ablauf, Voraussetzungen und Auswirkungen des gerichtlichen Verfahrens, Anmeldung bis 8. Juni per E‑Mail: schuldnerberatung-lkm@caritasmuenchen.org

Im Überblick

Schuldner- und Insolvenzberatung Caritas-Dienste Landkreis München.
Kreillerstraße 24, 81673 München
Telefon: +49 89 43 66 96 40
Fax: +49 89 43 66 96 29
E-Mail: schuldnerberatung-lkm@caritasmuenchen.org
Telefonische Erreichbarkeit der Schuldnerberatung:
Mo.-Mi. 9.00-12.00/14.00-16.00 Uhr - Do.-Fr. 9.00-12.00 Uhr
www.caritas-landkreis-muenchen.de 

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