Zum 50. Mal wurde München in Folge zur sichersten Großstadt Deutschlands gekürt. Mit einer Häufigkeitszahl von 5.296 liegt München weit unter den Werten von Berlin mit 13.642 oder Hamburg mit 11.468. Erfreulich auch, die Zahl der Straftaten im ÖPNV sank um 2,8 Prozent auf 417 Taten im Jahr 2025. Auch in Punkto Raub gibt es gute Neuigkeiten von der Polizei, hier wurde ein Rückgang der Taten um 15,5 Prozent auf 695 registriert. Insbesondere beim Diebstahl von Krafträdern und Mopeds, Diebstahl von oder aus Kraftfahrzeugen, Taschendiebstahl, Ladendiebstahl und schwerem Diebstahl aus Keller oder Speichern waren die Zahlen rückläufig. Der hohe Rückgang der Straften in München und dem Landkreis München um 1 1.852 Straftaten insgesamt (ohne AufenthG) im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurde vor allem durch rückläufige Fallzahlen bei den Rauschgiftdelikten mit ‑1.925 Fällen verursacht.
Dem gegenüber stehen Anstiege bei den Straftaten gegen das Leben mit +26 Fällen sowie den sonstigen Straftaten mit +765 Fällen. Der Anstieg bei den Rohheitsdelikten von +811 Fällen wurde überwiegend durch Körperverletzungsdelikte und Bedrohungen verursacht. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung führten insbesondere die Fälle der Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Inhalte zu einem Anstieg um 1.308 Delikte. Die Aufklärungsquote lag mit einem Plus von +2,6 Prozent-Punkten bei 62,9 Prozent (60,3 Prozent in 2025). Im Berichtsjahr 20251wurden 45 (26) Mord- und Totschlagsdelikte neu aufgenommen, bestehend aus 12 (4) vollendeten und 33 (22) versuchten Taten. Nachdem 2024 mit 26 Fällen (wie 2018) der niedrigste Wert der letzten 10 Jahre verzeichnet wurde, liegt die aktuelle Fallzahl leicht über dem Zehn-Jahres-Mittel von 40 Fällen.
42 der 45 Delikte konnten geklärt werden. In den insgesamt 42 Klärungen der Mord- und Totschlagsdelikte konnten 40 Tatverdächtige ermittelt werden. Davon waren 34 Tatverdächtige männlich.Von den insgesamt 61 Opfern waren 23 Frauen. Zwei Drittel der Opfer von Mord-Totschlagsdelikten besaß eine bekannte Vorbeziehung zu den Tatverdächtigen (67,2 Prozent).
Straftaten gegen die sex. Selbstbestimmung stieg um 65,9 Prozent auf 3.294 Straftaten an. Die Aufklärungsquote lag hier bei 77,6 Prozent. 37,2 Prozent der Opfer standen in einer Vorbeziehung zum Täter. Der Bereich Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im bes. schweren Fall stieg um 22,8 Prozent an. Hier standen 76,6, Prozent der Opfer in einer Vorbeziehung zum Täter. Die Aufklärungsquote hier betrug 86,2 Prozent. Die Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Inhalte stieg um 236,5 Prozent an. Bezogen auf alle Delikte der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren mit 314 Kindern 16,7 Prozent der Opfer unter 14 Jahre alt.
262 Jugendliche im Alter zwischen 14 und unter 18 Jahren wurden im Berichtsjahr 2025 Opfer von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.
Die Polizei ermittelte dabei 45.926 Tatverdächtige, was einen Anstieg von 4,2 Prozent bedeutet. 74,6 Prozent der Tatverdächtigen war männlichen Geschlechts. Die Zahl der deutschen Tatverdächtigen lag bei 48,8 Prozent und die bei nichtdeutschen Tatverdächtige bei 51,2 Prozent.
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München liegt der größte Anteil von Straftaten, bei deren Klärung tatverdächtige Zuwanderer und Zuwanderinnen ermittelt wurden, mit 30,2 Prozent (24,0 Prozent) im Bereich der Rohheitsdelikte. Hier wurde ein Anstieg um 51,4 Prozent auf 1.977 Fälle registriert.
In 43,4 Prozent (45,3 Prozent) aller durch Zuwanderer und Zuwanderinnen begangenen Rohheitsdelikten waren die Opfer ebenfalls Zugewanderte.
Der zweitgrößte Anteil liegt mit 20,3 Prozent (20,5 Prozent) im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte, welche um19,1 Prozent auf 1.326 gestiegen sind. Mit 54,1 Prozent (54,3 Prozent) entfällt mehr als die Hälfte dieser Deliktsobergruppe auf Leistungserschleichungen, welche im Berichtsjahr um 18,7 Prozent anstiegen.
Nach wie vor werden überproportional viele Delikte von Mehrfach- und Intensivtatverdächtigen begangen. 1.546 von allen 45.926 Tatverdächtigen haben fünf oder mehr Taten im Berichtsjahr begangen. Das entspricht einem Anteil von 3,2 Prozent (3,7 Prozent). Ihnen wurden 2025 insgesamt 12.127 aller 61.362 geklärten Straftaten nachgewiesen. Somit waren sie an 19,8 Prozent (21,5 Prozent) der geklärten Fälle beteiligt. 76 (93) Intensivtatverdächtigen konnten je 20 und mehr Delikte zugeordnet werden.
Zum Ende des Berichtsjahres 2025 befanden sich 75 (91) Erwachsene ab 21 Jahren sowie 77 (74) Kinder, Jugendliche und Heranwachsende in Intensivtäterprogrammen, wovon 22 (30) Erwachsene bzw. 15 (25) Jugendliche und Heranwachsende inhaftiert waren. Von den erwachsenen Intensivtatverdächtigen waren 12 (15), von den Minderjährigen und Heranwachsenden 34 (34) Nichtdeutsche.Der Anteil der unter 21-Jährigen an allen Tatverdächtigen liegt bei 18,4 Prozent.
Die Anzahl der tatverdächtigen Heranwachsenden erhöhte sich dabei als einzige Altersgruppe (+8,7 Prozent), während die Zahlen der Jugendlichen (-4,1 Prozent) und der Kinder (-7,0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr rückläufig waren.
Im 10-Jahresvergleich ist die Zahl der tatverdächtigen Kinder hingegen um 62,9 Prozent gestiegen, während sich die der Jugendlichen etwas verringerte (-5,9 Prozent). Die Anzahl der Heranwachsenden ist etwas mehr als ein Drittel niedriger als noch vor zehn Jahren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden weniger Kinder als Tatverdächtige der Gewaltkriminalität registriert (-17,2 Prozent) auf 285 tatverdächtige Kinder). Im 10-Jahresvergleich hat sich diese Zahl jedoch von 109 auf 285 Kinder nahezu verdreifacht. Bei den Jugendlichen wurden im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge innerhalb der Gewaltkriminalität (-9,4 Prozent auf 703 Jugendliche) verzeichnet. Im Vergleich zu 2016 hat sich deren Anzahl um 41,4 Prozent von 497 auf 703 Jugendliche erhöht. Die Altersgruppe der Heranwachsenden stieg im Vergleich zum Vorjahr bei den Gewaltdelikten deutlich um 30,6 Prozent auf 580 Tatverdächtige an. Vor zehn Jahren waren es 645 tatverdächtige Heranwachsende. An den Schulen wurden 1.142 (1.260) Straftaten (ohne AufnthG) registriert. Den größten Anteil bilden die 314 (301) Körperverletzungsdelikte. Den ganzen Sicherheitsreport für die Stadt München und den Landkreis findet man unter https://www.polizei.bayern.de.