Wie Sky und Reviersport berichten, wollen die Verantwortlichen der 3. Liga bei einem Treffen im Februar über die Einführung des Videobeweises beraten. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wird eine abgespeckte Variante des Videobeweises diskutiert, die auf ohnehin vorhandene TV-Bilder zurückgreift und bereits zur Saison 2026/27 eingesetzt werden könnte. In diesem Fall dient die italienische Serie C als Vorbild, in der mit dem sogenannten Football Video Support (FVS) eine kostengünstigere Form des Videobeweises getestet wird. Dabei können Schiedsrichter strittige Szenen entweder selbst überprüfen oder dies auf Antrag der Trainer tun, die dafür eine begrenzte Anzahl an „Challenges” erhalten.
DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher verweist auf den zuletzt lauter gewordenen Ruf nach mehr Unterstützung für die Unparteiischen, betont aber zugleich die Kostenfrage. Unter den Fans der 3. Liga wird diese Debatte kontrovers geführt: Einerseits besteht der Wunsch nach korrekten Entscheidungen, andererseits sollen die unmittelbaren Stadionemotionen erhalten bleiben. Laut einer Statistik des Portals „liga3-online”, das wöchentlich strittige Szenen der Begegnungen der 3. Liga auswertet, ist der TSV 1860 München in der aktuellen Spielzeit 2025/2026 überdurchschnittlich häufig von Fehlentscheidungen der Unparteiischen zu seinen Ungunsten betroffen. (as)