Der Stadtrat bringt drei Modellprojekte für günstiges Wohnen auf den Weg

Wie kann der Wohnungsbau in München trotz einer angespannten Haushaltslage vorangebracht werden? Mit dieser Frage hat sich der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats auseinandergesetzt und die Ausschreibungen von drei Baugrundstücken für die Durchführung innovativer Modellprojekte zum Bau preisreduzierter Mietwohnungen beschlossen. Die Grundstücke liegen in Freiham Nord und in Neufreimann. Mit den Ausschreibungen werden die beiden größten städtischen Planungsgebiete nachhaltig weiterentwickelt.

Kostengünstig und nachhaltig

Die Projekte zeichnen sich insbesondere durch die Festlegung einer gegenüber dem freien Wohnungsmarkt reduzierten monatlichen Erstvermietungsmiete (netto kalt) in Höhe von durchschnittlich 16 Euro aus. Zusätzlich können die Bewerber eine weitere Absenkung der Miete anbieten. Die Bewerber müssen in ihrem Konzept erläutern, wie sie mittels einer differenzierten Mietpreisstruktur auch die Wohnraumversorgung förderberechtigter Mieter sicherstellen. Darüber hinaus wird bei den Projekten ein besonderes Augenmerk auf den kostengünstigen, nachhaltigen und preisreduzierten Mietwohnraum gelegt.

Freiräume für Bauherren

Mit den Grundstücksausschreibungen für rund 380 bezahlbare Wohnungen wird die Entwicklung von Freiham Nord und Neufreimann entscheidend unterstützt. Dabei ist zu beachten, dass weder kommunale noch staatliche Mittel der Wohnraumförderung eingesetzt werden.
Stadtbaurätin Elisabeth Merk findet es wichtig, dass die Stadt alle Möglichkeiten nutzt, um ihrer Verantwortung bei der Schaffung von Wohnraum auf städtischen Grundstücken gerecht zu werden. „Dazu gehört es auch, die eigenen städtischen Ansprüche an den Wohnungsbau kritisch zu hinterfragen, den Bauherr*innen planerische Freiräume zu ermöglichen und damit einen Beitrag zum kostengünstigen Bauen zu leisten”, so Merk. Dies sei mit den Modellprojekten sehr gut gelungen.

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