CSU hält Streichung der Lindwurm-Busspur für falsch

Die U-Bahnlinien U3 und U6 sind wieder unterbrochen, es gibt einen Pendelzug und Ersatzverkehr mit Bussen. Anders als vor der Wiesn gibt es aber keine eigene Busspur mehr, weil diese zugunsten des Radwegs an der Lindwurmstraße wieder gestrichen wurde – offenbar entgegen einer anderslautenden Empfehlung der MVG, wie die CSU-Stadtratsfraktion vermutet. Sie hält diese Verkehrsplanung für falsch und stellte dazu eine Anfrage an die Stadtverwaltung.

Welche Daten liegen zugrunde?

Wenn es keine eigene Busspur gibt, stehen die Ersatzbusse länger im Stau. Aus diesem Grund war die Spur in der ersten Bauphase überhaupt erst eingerichtet worden, so die CSU. Im Herbst und Winter ist zudem mehr Auto- und weniger Radverkehr zu erwarten. Die CSU-Fraktion möchte daher wissen, auf welche Daten das städt. Mobilitätsreferat diese Entscheidung gründet. Da die U-Bahn-Sperrung noch bis Ende November dauern soll und im nächsten Jahr erneut mehrere Monate lang alles gesperrt sein wird, muss die Planung aus Sicht der CSU-Fraktion dringend weiter im Sinne der Fahrgäste optimiert werden.

„Es wirkt total chaotisch”

„Die Verkehrsplanung an der Lindwurmstraße wirkt seit Monaten total chaotisch: Radweg hin, Radweg weg, Busspur hin, Busspur weg”, kritisiert Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender. „Jetzt ausgerechnet im Herbst und Winter den Platz für Autos und Busse zu reduzieren, halten wir für falsch. In der kälteren Jahreszeit wird weniger geradelt, mehr Leute nehmen dann den ÖPNV oder steigen ins Auto. Wir möchten, dass möglichst viele Menschen möglichst schnell ans Ziel kommen, der ständige Ersatzverkehr ist nervig genug. Das Mobilitätsreferat soll uns anhand von nachvollziehbaren Daten erklären, warum die Busspur gestrichen wurde und wie die Prognose für die nächsten Wochen aussieht.“

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