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Die Hörpfade der vhs olm machen Geschichte und Tradition erlebbar

Hörstationen gibt es zum Beispiel an der Fundstelle der Athene in Dornach (links), beim Schäfflerbrunnen in Aschheim oder bei der Kapelle St. Emmeram.	Fotos: bs, vhs olm

Hörstationen gibt es zum Beispiel an der Fundstelle der Athene in Dornach (links), beim Schäfflerbrunnen in Aschheim oder bei der Kapelle St. Emmeram. Fotos: bs, vhs olm

Aschheim/Dornach/Feldkirchen · München hat die Frauenkirche oder die Bavaria, Ismaning immerhin ein Schloss. Doch auch in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim gibt es Sehenswürdigkeiten und besondere Plätze.

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Die Emmeramskapelle, den Schäfflerbrunnen oder den Bajuwarenhof können Interessierte nicht nur sehen, sondern auch an Ort und Stelle etwas dazu hören. Möglich machen dies die sogenannten »Hörpfade« der vhs olm.

Im Internet sind sie seit gut einem Jahr kostenlos abrufbar. Seit kurzem weisen in Aschheim, Dornach, Feldkirchen und Heimstetten nun auch Schilder auf die Hörpfade hin. Acht Stationen gibt es bisher – vom Fundort der Athene am Rande des Dornacher Gewerbegebiets über den Schäfflerbrunnen in Aschheim bis zum Bajuwarenhof und der Kapelle St. Emmeram, die in Feldkirchen, an der Grenze zu Kirchheim, liegt.

Die Hörstücke sind ganz unterschiedlich: Mal entführen sie ins siebte Jahrhundert (die Zeit, in der der Bischof Emmeram sein Martyrium erlitt), mal erzählen die Schäffler von ihren Tanz, mal haben Schüler die Beiträge eingesprochen. Auch die »Athene von Dornach« oder der Drache Wiggerl, das Maskottchen der Kelten-Grundschule in Aschheim, kommen zu Wort.

Nahegebracht werden nicht nur geschichtliche Fakten, sondern auch Traditionen und »Lieblingsplätze«, die Bürger aus den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim selbst ausgesucht haben. Die Hörstücke sind das Resultat mehrerer Kurse an der vhs olm, erklärt deren Leiterin Carmen Stahl. »Rund 20 Leute haben sich daran beteiligt.« Manche Teilnehmer hätten viel geschichtliches Wissen eingebracht, manche ihr Know-how zum Digitalisieren und Schneiden der Aufnahmen. Auch wenn die Hörstücke das Werk von Amateuren sind, gebe es Vorgaben hinsichtlich Länge und Qualität, sagt Stahl. Schließlich ist der Bayerische Rundfunk Kooperationspartner des bayernweiten Projekts. Unter dem Motto »Regionen sprechen für sich« möchte der Bayerische Volkshochschulverband möglichst viele Gemeinden »hörbar« machen. So existieren Hörpfade zum Beispiel bereits in Ismaning, Erding, Ebersberg oder Unterhaching.

Menschen vor Ort haben sich eingebracht

Sechs der bisher acht Hörstationen der vhs olm liegen in der Gemeinde Aschheim, wo auch die Volkshochschule ihren Hauptsitz hat. »Hier haben eben besonders viele Menschen mitgemacht«, erläutert Carmen Stahl. Dazu gehören etwa Altbürgermeister Helmut Englmann und der Dritte Bürgermeister Georg Hornburger, der in Dornach lebt. Auch Anja Pütz, die Leiterin des AschheiMuseums, die Kinderbuchautorin Petra Breuer oder die Kirchheimer Kulturreferentin Katharina Ruf haben mitgewirkt.

Experten und Menschen vor Ort, die nicht vom Fach sind, arbeiteten in der Gruppe gut zusammen, betont Stahl: »Wir hatten auch eine ältere Dame dabei, die sehr viel über Dornach wusste. Sie wollte aber nichts einsprechen und auch mit dem Digitalen nichts zu tun haben. Das hat dann ihre Enkelin übernommen.«

Seit ihrer Etablierung Ende April 2017 würden die Hörpfade durchaus wahrgenommen, meint Stahl. Die vhs olm hat viele Nachfragen erhalten, wo genau sich die Stationen befinden. Genau deswegen stehen dort nun Schilder, die alle über einen QR-Code verfügen. Wer ein Smartphone besitzt, kann diesen scannen und so an Ort und Stelle das jeweilige Hörstück abrufen. Die vhs plant noch weitere Stationen. Benjamin Schuldt

Klicktipp
Eine Karte der Hörpfade gibt es im Internet unter www.vhsolm.de/karte oder www.klingende-landkarte.de

Artikel vom 23.05.2018
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