Wasser für das Moos

Diese schöne Moorfläche des Landkreises Freising wurde nun renaturiert. (Foto: Landratsamt Freising)
Diese schöne Moorfläche des Landkreises Freising wurde nun renaturiert. (Foto: Landratsamt Freising)
Diese schöne Moorfläche des Landkreises Freising wurde nun renaturiert. (Foto: Landratsamt Freising)
Diese schöne Moorfläche des Landkreises Freising wurde nun renaturiert. (Foto: Landratsamt Freising)
Diese schöne Moorfläche des Landkreises Freising wurde nun renaturiert. (Foto: Landratsamt Freising)

Die Bayerische Staatsregierung hat 2021 beschlossen: Ein Viertel aller entwässerten Moorflächen hierzulande soll wiedervernässt werden. Von den 5.000 Hektar entwässerter Moore im Landkreis Freising ist noch nicht viel umgewandelt worden, aber der Anfang ist nun gemacht: Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Freising renaturiert mit einer relativ einfachen Maßnahme eine Fläche im Freisinger Moos.
Diese kleine Fläche, mitten im Freisinger Moos, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Jahrtausende lang war es eine nasse Moorfläche – wie alle im Freisinger Moos – und speicherte, ohne dass man es ahnte, viel Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Vor etwa 100 Jahren wurde die Fläche entwässert, damit man sie landwirtschaftlich nutzen konnte. Als der Landkreis Freising dann ihr Eigentümer wurde, war es wichtiger, die noch darauf vorkommenden Moor-Arten zu schützen und zu fördern.

„Aber ein Moor ohne Wasser ist wie ein Basilikum, den man nicht gießt. Die Entwässerungsgräben haben dafür gesorgt, dass das Wasser permanent aus der Fläche abgeleitet wurde”, erläutert die Moorbeauftragte im Landratsamt Freising, Judith Jabs-Ingenhaag. „Wie sollten sich die Moor-Arten so entfalten können? Gleichzeitig wissen wir heutzutage, dass jeder Hektar trockenes Moor große Mengen an Treibhausgasen ausstößt.”

Die Lösung war hier einfach: Die Entwässerungsgräben auf der Fläche wurden mit Spundwänden abgedichtet. Spezielle Maschinen, die den Moorboden nicht stärker belasten als ein menschlicher Fußabdruck, wurden dafür eingesetzt. Jetzt darf die Fläche dauerhaft das Wasser behalten. Eine Wohltat für die Biodiversität und ein wichtiger Beitrag zur Entlastung des Klimas.
Eine Begehung der Fläche ist in Planung, ist aber derzeit aus Moorbodenschutz-Gründen noch nicht ratsam. Weitere Informationen erteilt Judith Jabs-Ingenhaag unter Telefon 08161/600-34207 oder per E-Mail an judith.jabs-ingenhaag@kreis-fs.de.

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