Für ihr Engagement in Politik, Kirche und Gesellschaft war die ehemalige Stadträtin Centa Hafenbrädl, geboren am 3. Mai 1894, einst mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und der Medaille „München leuchtet“ ausgezeichnet worden. Auch wurde im Stadtteil Freiham eine Straße nach ihr benannt. Centa Hafenbrädls Nachlass ist nun dem Stadtarchiv übergeben worden – ein weiterer Schritt für mehr Sichtbarkeit von Frauen in Stadtgesellschaft und Politik.
Centa Hafenbrädl war eine der wenigen Frauen, die bereits 1946 in die CSU eingetreten sind. 1947 rückte sie anstelle von Zita Zehner in den Stadtrat nach. Bis 1970 arbeitete Centa Hafenbrädl aktiv daran, Lösungen für die sozialen Herausforderungen der Nachkriegszeit zu finden, insbesondere für die Situation berufstätiger Frauen. Ihr Wirken für die Bürger der Stadt ist daher ein wichtiger Teil der Nachkriegsgeschichte Münchens.
Der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Daniel Baumann, bedankt sich bei Gerhard Hafenbrädl, dem Großneffen von Centa Hafenbrädl, für die bereits geleistete Arbeit bei der Sichtung und Sortierung des Nachlasses. Dieser umfasst neben persönlichen Zeugnissen auch viele Unterlagen zur politischen Karriere von Centa Hafenbrädl, die für die Erforschung der Nachkriegsgeschichte von großer Bedeutung sind.