Mit einem symbolischen Spatenstich hat das kbo-Kinderzentrum den zweiten Bauabschnitt seines Zukunftsprojekts in Großhadern gestartet. Nach der erfolgreichen Fertigstellung des ersten Bauabschnitts werden nun die Voraussetzungen geschaffen, um nicht nur die stationäre, sondern auch die ambulante sozialpädiatrische Versorgung weiterhin auf höchstem Niveau sicherzustellen. Am Standort Großhadern entstehen im zweiten Bauabschnitt in den kommenden Jahren auf einer Fläche von rund 7.500 Quadratmetern neue Räumlichkeiten des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) sowie Außenanlagen und Therapiegärten. Der Bezug soll voraussichtlich 2028 erfolgen. Der Bezirk Oberbayern stellt für den Neubau 40 Millionen Euro bereit, mit 10 Millionen Euro fördert der Freistaat Bayern.
Das kbo-Kinderzentrum München, das zu den Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo) gehört, begleitet seit seiner Gründung im Jahr 1968 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen, chronischen Erkrankungen und traumatischen Erfahrungen sowie ihre Familien. Heute werden dort jährlich mehr als 19.000 Patientinnen und Patienten behandelt. Als ältestes und weltweit erstes sozialpädiatrisches Zentrum mit interdisziplinärer Arbeitsweise nimmt das Kinderzentrum eine besondere Stellung in der Versorgung ein.
„Jedes Kind soll die Chance auf eine bestmögliche Entwicklung haben. Der zweite Bauabschnitt ermöglicht es uns, innovative Diagnostik, evidenzbasierte Therapien und interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter auszubauen und damit die sozialpädiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken“, so Prof. Dr. Volker Mall, Ärztlicher Direktor des kbo-Kinderzentrums München.
Den symbolischen Spatenstich für den 2. Bauabschnitt haben Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger und Staatsministerin Ulrike Scharf gemeinsam mit dem Vorstand des kbo-Kommunalunternehmens sowie Botschafterinnen und Botschaftern des kbo-Kinderzentrums wie Prinzessin Ursula von Bayern begangen, außerdem mit Förderpartnern wie Sternstunden e. V. – die besondere Ausstattung wie die geplanten Therapiegärten finanzieren – sowie den beteiligten Architektinnen und Architekten der ARGE H2M und ash.
Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf betonte dabei: „Bayern ist Familienland. Kinder sind unser kostbarster Schatz. Für mich hat es Priorität, dass sie von Anfang an die Hilfe bekommen, die sie benötigen. Das kbo-Kinderzentrum bietet mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum modernste Diagnostik und Therapien für unsere Kleinsten und bindet die ganze Familie mit ein. Das kbo-Kinderzentrum ist über die Stadtgrenzen hinaus eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Kinder mit Autismus, Epilepsie oder chronischen Erkrankungen geht. Mit dem Neubau können Diagnostik und Behandlung ausgeweitet werden.“
Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger ergänzt: „Das kbo-Kinderzentrum hat sich zum Ziel gesetzt, betroffenen Familien möglichst zeitnah zu helfen. Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts werden wir diesem Ziel deutlich näher rücken. Der Neubau, den wir heute mit dem Spatenstich beginnen, ist daher nicht einfach ein Gebäude, sondern ein Hoffnungszeichen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und deren Angehörige.“