Veröffentlicht am 07.07.2026 12:58

Polizei ermittelt wegen sexuellem Missbrauch: Fußballtrainer in Untersuchungshaft

Seit Oktober 2024 führt die Polizei München ein Ermittlungsverfahren gegen einen heute 43-jährigen Mann, der zuletzt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen seinen Wohnsitz hatte. Gegenstand des Verfahrens ist der Tatvorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Der Tatverdächtige war nach Angaben der Polizei langjährig als Fußballtrainer in verschiedenen Kinder- und Jugendmannschaften in München sowie dem Umland, aber auch überregional sowie bei nationalen und internationalen Kinder- und Jugendfußballcamps tätig. Er stand dabei in regelmäßigem, intensivem Kontakt zu den von ihm betreuten minderjährigen Spielern, auch außerhalb der sportlichen Betätigung. Hierbei war der Verdächtige laut Polizei unter dem Pseudonym „Coach Ben” bekannt.

Filmabende und Übernachtungen

Bisher bekannt gewordene Taten standen unter anderem in Zusammenhang mit gemeinsamen Filmabenden oder Übernachtungen. Bei den bisher ermittelten Opfern handelt es sich um männliche Kinder und Jugendliche. Der Beschuldigte befindet sich seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft.

Seit der Inhaftierung wurden weitere Geschädigte bekannt. Es wird daher davon ausgegangen, dass der Beschuldigte weitere Taten, die zeitlich auch weit zurückliegen können, begangen haben könnte. Ehemalige Spieler von „Coach Ben” werden daher gebeten, sich mit dem zuständigen Kommissariat 17 in Verbindung zu setzen. Das Kommissariat 17 des Polizeipräsidiums München ist spezialisiert auf Delikte der sexualisierten Gewalt zum Nachteil von Kindern.

Zeugenaufruf:
Personen, die in den Jahren 2005 bis 2025 unter der Leitung von „Coach Ben” trainiert haben und möglicherweise Opfer der beschriebenen Straftat wurden oder Angaben zu seiner Person bzw. zu weiteren möglichen Taten machen können, werden gebeten, sich beim zuständigen Kommissariat 17 des Polizeipräsidiums München unter Telefon 089/29100, per E Mail an pp-mue.muenchen.k17.jms@polizei.bayern.de oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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