Neues Bürgerbühnen-Projekt in Unterföhring

Die Unterföhringer Regisseurin und Theaterpädagogin Anschi Prott wird das nunmehr zehnte Bürgerbühnen-Projekt in Unterföhring realisieren: Ihr soziokulturelles, theaterpädagogisches, kulturästhetisches und gesellschaftspolitisches Bildungsprojekt für junge Bürgerinnen und Bürger von 14 bis 28 Jahren wurde vom Kulturausschuss der Gemeinde aus insgesamt zehn Bewerbungen ausgewählt.

Das Vorhaben soll im Juli 2027 mit zwei Aufführungen beim Unterföhringer BürgerKulturfestival seinen Abschluss finden. Ziel der Bürgerbühne ist es, Freude am Bühnenspiel zu wecken, Mut zum eigenen künstlerischen Ausdruck zu stärken und einen kreativen Gemeinschaftsprozess anzustoßen, an dessen Ende eine gemeinsame Produktion steht. Für das Projekt stellt die Gemeinde insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung.

Prott prägt die Bürgerbühne Unterföhring seit ihrer Gründung: 2017 inszenierte sie mit „Der Kanzler – er MACHT mehr” das erste Bürgerbühnenstück der Gemeinde - und realisierte in den Folgejahren vier weitere Produktionen. Für ihr Engagement wurde sie 2025 mit dem Tassilo-Preis ausgezeichnet.

Gegenpol zu Reizüberflutung

Mit ihrem neuen Jugendprojekt möchte Prott einen Gegenpol zu Digitalisierung und permanenter Reizüberflutung schaffen: „Es fördert Empathie, analoge Begegnung und die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle in der Gesellschaft”, erläutert die Regisseurin. Die Teilnehmenden sollen Perspektiven wechseln, gesellschaftliche Zusammenhänge reflektieren und Selbstvertrauen entwickeln. Angesprochen werden sollen junge Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen, von unterschiedlicher kultureller Herkunft, aus den lokalen Vereinen und der örtlichen Musikschule. „Vorurteile werden abgebaut und Vielfalt wird zur Stärke”, sagt Prott.

Erster Infoabend am 24. Juni

Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene sind eingeladen, ihre Ideen und Talente einzubringen: Am Mittwoch, 24. Juni, findet um 18 Uhr ein erster Infoabend im Bürgerhaus Unterföhring (Münchner Straße 65) statt.

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