Veröffentlicht am 22.06.2026 13:35

Nach homophobem Angriff in Hotel: Zwei Verdächtige in Haft

Wie bereits berichtet, übernachtete in der Nacht auf Montag, 8. Juni, ein Paar, bestehend aus einem 21-jährigen Bulgaren mit Wohnsitz in Bulgarien und einem 23-jährigen Bulgaren mit Wohnsitz in München in einem Hotel in Unterhaching. Gegen 4.45 Uhr gelangten zwei Angehörige des 23-Jährigen, eine 51-Jährige und ein 23-Jähriger (beide mit bulgarischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München), in das Hotelzimmer und griffen dort den 21-Jährigen aus einer mutmaßlich homophoben Motivation heraus körperlich an. Bei dem Angriff wurden eine Schere und eine Bratpfanne verwendet.

Der 21-Jährige musste in der Folge stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Die beiden Tatverdächtigen konnten nach der Tat an ihren Wohnsitzen festgenommen werden, wurden allerdings nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder entlassen.

Da sich im Laufe der kriminalpolizeilichen Ermittlungen durch das Kommissariat 26 Anhaltspunkte für eine homophobe Tatmotivation bestätigten, übernahm die Generalstaatsanwaltschaft München – Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) – die Ermittlungen, die von polizeilicher Seite nunmehr durch das Kommissariat 11 geführt werden.

Widerstandslos festgenommen

Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft München erließ das Amtsgericht München Haftbefehle wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen die beiden Tatverdächtigen, die am Freitag, 19. Juni, beide widerstandslos festgenommen werden konnten. Die beiden wurden dem Ermittlungsrichter bei dem Amtsgericht München vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte. Die Tatverdächtigen befinden sich nun jeweils in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.

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