Im Prinzip kann man die Kirche mit einem weltweit operierenden Konzern vergleichen, einem Unternehmen, das Ausgaben zu bestreiten hat, viele Angestellte hat und das in Konkurrenz zu anderen Firmen steht.
Würde man die Kirche aber tatsächlich mit einem Unternehmen vergleichen, müssten sich die Verantwortlichen auch an ihren Geschäftszahlen messen lassen. Und wie man weiß, sieht es da vor allem nach den letzten bekannt gewordenen Skandalen nicht gerade besonders rosig aus. In jeder anderen Firma würden zweifellos Köpfe rollen, würde das Ansehen der Marke durch das Verhalten einiger Mitarbeiter schwer angeschlagen oder, was noch schlimmer ist, die Glaubhaftigkeit der Institution an sich wegen der Fehltritte von Einzelpersonen auf dem Spiel stehen. Jeder Unternehmer weiß nämlich, dass auch an anderer Stelle interessante Angebote locken, das ist auch in religiösen Kreisen nicht anders, Unfehlbarkeit hin oder her.
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Die Esoterik-Welle rollt weiter und findet immer mehr Anhänger. Denn der Wunsch vieler Menschen nach religiösen Inhalten ist ungebrochen. Die Kirche muss sich gut überlegen, ob sie es sich leisten kann, ihre Schäfchen an Hellseher, Engelsberater und Astrologen zu verlieren, denn wenn die Kirche am Ende doch mehr ist als ein Unternehmen, dann könnte es beim letzten Kassensturz vor dem Big Boss am Ende schlecht aussehen für die Verantwortlichen. So seh ich das.