Die rechtmäßige Einfahrt in die Umweltzone wäre ab dem 1. Oktober für über 1.500 Bewohner und Gewerbetreibende innerhalb des Mittleren Rings, deren Fahrzeuge die technischen Voraussetzungen zum Erhalt einer Umweltplakette nicht erfüllten, vorbei gewesen. Doch der Münchner Stadtrat stimmte nun einem Antrag von CSU-Stadtrat Marian Offman zu, die bisher bestehenden Ausnahmegenehmigungen um ein Jahr zu verlängern.
Das Fazit lautet deshalb: Bis auf Weiteres wird das Kreisverwaltungsreferat bei den übergeordneten Staatsbehörden die formale Genehmigung zur Verlängerung einholen. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat bereits die Zustimmung für eine praxisgerechte Lösung in Aussicht gestellt. Laut Offman müssten im Zuge der Umweltzonen-Debatte auch die berechtigten Interessen der Anlieger und Gewerbetreibenden innerhalb des Mittleren Rings berücksichtigt werden.
Viele Menschen seien entweder aus ganz persönlichen oder aber aus Gründen zur Erzielung ihres Einkommens auf ein Kfz angewiesen und könnten die Anschaffung eines Fahrzeugs, das die technischen Voraussetzungen für den Erhalt einer Umweltplakette erfüllt, derzeit finanziell nicht leisten. Deswegen sei für Offman der zeitliche Aufschub enorm wichtig gewesen.
Erst kürzlich gab die Umweltplakette Anlass zur Diskussion: Der Bund Naturschutz kritisierte, dass das Kreisverwaltungsreferat nur einmal pro Woche Kontrollen durchführt. (SamstagsBlatt berichtete).
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