Veröffentlicht am 27.10.2005 00:00

Altstadt · Elias Canetti?

Wer war Elias Canetti? Die drei Bände seiner Autobiographie gehören zu den großen Erinnerungswerken der Weltliteratur, beinhalten aber nur einen Teil seiner Lebensgeschichte. Im Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, ist noch bis Sonntag, 20. November, die Ausstellung »Elias Canetti 1905–1994. Das Jahrhundert an der Gurgel packen« zu sehen.

Das Leben Canettis zeigt ein exemplarisches Schicksal jüdischer Emigration, das vom kleinen bulgarischen Rustschuk nach Wien, Berlin, London und Zürich führte. Die Ausstellung würdigt die ungewöhnliche Wirkungsgeschichte von Canettis Werk und die Dimension seines, in Teilen bis 2024 gesperrten, Nachlasses gleichermaßen. Die wichtigsten Werke Canettis werden in eigenen Abteilungen sinnlich präsentiert, Biographie und Arbeitsweise und seine Quellen werden dokumentiert. In zahlreichen Bild- und Hörstationen kommt Canetti immer wieder selbst zu Wort.

Das Ausstellung ist Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 13. November, führt der Kurator Sven Hanuschek durch die Ausstellung. Um Anmeldungen unter 29 19 34 27 wird gebeten. Die Finissage der Ausstellung ist am Sonntag, 20. November. Um 20 Uhr lesen unter anderem Karin Kiwus und Michael Krüger aus Elias Canettis Roman »Die Blendung«.

Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt zwei Euro.

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