Veröffentlicht am 05.06.2026 17:50

Arma-Kreuz entsteht beim Bennofest

Mitarbeiter einer Zimmerei behauen Eichenbalken beim Bennofest. Aus ihnen entsteht ein Arma-Kreuz für die Kirche St. Barbara in Schwabing-West.  (Foto: Frank Zimmerei und Holzbau )
Mitarbeiter einer Zimmerei behauen Eichenbalken beim Bennofest. Aus ihnen entsteht ein Arma-Kreuz für die Kirche St. Barbara in Schwabing-West. (Foto: Frank Zimmerei und Holzbau )
Mitarbeiter einer Zimmerei behauen Eichenbalken beim Bennofest. Aus ihnen entsteht ein Arma-Kreuz für die Kirche St. Barbara in Schwabing-West. (Foto: Frank Zimmerei und Holzbau )
Mitarbeiter einer Zimmerei behauen Eichenbalken beim Bennofest. Aus ihnen entsteht ein Arma-Kreuz für die Kirche St. Barbara in Schwabing-West. (Foto: Frank Zimmerei und Holzbau )
Mitarbeiter einer Zimmerei behauen Eichenbalken beim Bennofest. Aus ihnen entsteht ein Arma-Kreuz für die Kirche St. Barbara in Schwabing-West. (Foto: Frank Zimmerei und Holzbau )

Jedes Jahr findet rund um den Liebfrauendom das Bennofest statt. Es wird vom Erzbistum München veranstaltet und will das breite Angebot der Kirche für alle Lebenslagen und das kirchliche Engagement für die Gesellschaft zeigen. Heuer wird dazu für Samstag, 13., und Sonntag, 14. Juni, eingeladen und es gibt eine besondere Attraktion zu bestaunen: Die Vor-Ort-Herstellung von handbehauenen Eichen-Balken.

Die Balken werden für ein neues, künstlerisch gestaltetes Arma-Kreuz benötigt, das später an der Rückseite der Garnisonskirche St. Barbara in der Infanteriestraße aufgestellt wird. Die Filialkirche St. Barbara gehört zur Pfarrei St. Benno und hat eine lange Geschichte, die eng mit den militärischen Einflüssen auf diesem Areal verknüpft ist.

Arma-Kreuze

Arma-Kreuze – der lateinische Ausdruck „arma christi “ steht für „Waffen Christi“ – befinden sich meist außen an Kirchen oder am Wegesrand als Flurdenkmale. Sie zeigen anstatt eines Korpus die Leidenswerkzeuge Christi als Zeichen seines Triumphes über den Tod. Solcherart gestaltete Kreuze kamen vermehrt in der Zeit der barocken Gegenreform auf. Das neue Arma-Kreuz wird zwei von einer Glasmalerei aus Paderborn gestaltete Scheiben mit den Marterwerkzeugen tragen.

    Am Stand des Allacher Zimmerers Frank, Ecke Kaufinger und Liebfrauenstraße, unweit vom Eingang des Doms, lässt sich an beiden Tagen des Bennofestes verfolgen, wie aus frisch geschlagenen Eichenstämmen in traditioneller Handarbeit ein rechteckiger Balken gehauen wird. Mehrere Arbeitsgruppen, jeweils mit sechs Männern und neuerdings natürlich auch Frauen, allesamt Lehrlinge und Gesellen der Firma Frank, werden die Beile und Äxte schwingen, damit ein passender Balken entsteht. Dabei kommen unterschiedliche Äxte und Beile zum Einsatz, mit denen an den richtigen Stellen das Holz beseitigt wird, das nicht zum zukünftigen Balken gehören soll.

    Zum Glätten dient das „Broadhacki”

    Zimmerer Stefan Frank erklärt: „Eine Axt ist in der Regel robust und schwer, prädestiniert für die grobe Arbeit, bei der große Kraft notwendig ist. Die Köpfe von Beilen hingegen sind schärfer und leichter, die Stiele kürzer, um präzisere einhändige Arbeiten zu ermöglichen. Das liebevoll titulierte ›Broadhacki‹ ist dabei ein breiteres Beil für das filigrane Glätten der Holzoberfläche.” Wer dem handwerklichen Schauspiel beiwohnen und dort den gefühlvollen Einsatz des „Broadhackis “ miterleben will, ist herzlich eingeladen vorbeizuschauen.

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