Über 30 Zeichnungen wurden daraufhin eingereicht. Gewonnen haben Alice Thudt vom Sophie-Scholl-Gymnasium in Schwabing und Alissa Starodub vom Dante-Gymnasium in Sendling.
Ziel der neuen bundesweiten Kampagne zu diesem Thema ist es, möglichst viele Familien für die Teilnahme an der Präventionsmaßnahme zu gewinnen: »Wir setzen uns dafür ein, dass Kindern eine Erkrankung an Typ 1 Diabetes und damit eine lebenslange Insulinpflicht erspart bleibt«, erklärt die Studienleiterin Prof. Dr. Anette G. Ziegler. Dass das nicht nur eine überlebensnotwendige Pflicht ist, sondern auch zu unsäglichen Vorurteilen führen kann, davon konnten sich die beiden Gewinnerinnen selbst überzeugen. Sie hörten den Vortrag eines 14-jährigen an Diabetes erkrankten Mädchens, das bei einer Insulin-Injektion in der Schule für drogenabhängig gehalten wurde, sodass es sich die Spritzen nur noch auf der Schultoilette verabreicht.
Bisher nehmen 80 Kinder an der so genannten »Babydiät-Studie teil«, doch nicht jedes Kind mit Diabetes ist für die Studie geeignet. Denn nur zehn von 100 untersuchten Kindern, die einen Typ 1 Diabetes-Verwandten haben, weisen die erforderlichen Merkmale auf. Das Vorgehen der Studie beruht auf Erkenntnissen einer früheren Langzeitstudie. Diese hatte gezeigt, dass eine frühe Gabe von Gluten (enthalten in bestimmten Getreidesorten) das Risiko einer Diabeteserkrankung bei Kindern steigen lässt. Wer ein Kind erwartet oder gerade eines bekommen hat und selbst an Typ 1 Diabetes erkrankt ist, kommt als Studienfamilie in Frage. Die Kinder werden kostenlos auf Diabetesrisiko untersucht und darauf, ob sie für die Studie in Frage kommen.
Nähere Informationen über die Studie sind beim Institut für Diabetesforschung unter der kostenfreien Telefonnummer 08 00 / 3 38 33 39, oder per E-Mail unter der Adresse prevent.diabetes@ lrz-uni-muenchen.de erhältlich. Kathrin Schubert