Veröffentlicht am 06.10.2011 00:00

Trudering/Riem · Abschied vom Dorf

»Abschied vom Dorf« war das Motto der Ausstellung, mit der die Hobby-Stadtteilgeschichtler um Dr. Willibald Karl und Peter Wagner 1999 die Ankunft der U-Bahn in Trudering und Riem begrüßten.

Erweiterung des Flughafen Münchens im Erdinger Moos

Flughafen Münchens 3. Start- und Landebahn Themenseite zur Entstehung des 3. Terminals für den Munich Airport „Franz Josef Strauߓ

»Abschied vom Dorf« ist seither aber auch das heimliche Motto der Stadtteilkalender »Trudering – Waldtrudering – Riem«, der nun für 2011 zum 13. Mal vorgelegt wird.

Kalendermacher Peter Wagner und sein bewährtes Co-Autoren-Team Xaver Erlacher, Georg Kronawitter und Gundula Kronawitter sind ihrer Linie treu geblieben, Fotos aus den letzten acht, neun Jahrzehnten mit knappen, aber lesenswerten Texten zu kombinieren. Auch das Truderinger Urgestein Karl Bachmair steuert einen Text bei.

Nach wie vor kommen bislang unveröffentlichte Motive zum Vorschein, nach wie vor erinnert wenigstens ein Kalenderblatt an ein Jubiläum. 2012 jährt sich die »Einverleibung« Truderings durch München 1932 zum 80. Mal. 1972 wurde groß »1200 Jahre Trudering« gefeiert, beim Festzug wurde auch an dieses – damals gerade mal 40 Jahre zurückliegende – Datum erinnert. Diesem Quasi Doppel-Jubiläum ist das farbige Titelblatt gewidmet.

Ausnahmsweise farbig ist auch das Motiv für den Dezember. Und das aus gutem Grund, zeigt es doch ein typisches Gemälde des unvergessenen Mathias Hufnagel – Malermeister und Kunstmaler mit einem unverkennbaren »naiven« Stilansatz.

Die Auseinandersetzungen um die dritte Startbahn für den Flughafen München im Erdinger Moos fallen einem unwillkürlich ein, wenn man auf dem Maibild einen Düsenjet sieht, wie er kurz vor dem Ende der Riemer Flughafenära in geringer Höhe das Obermaier-Gasthaus überfliegt. Heute undenkbar, war es 40 Jahre tägliche Realität in Strasstrudering.

Verkauft wird der Kalender für 6 Euro in zahlreichen Truderinger Geschäften sowie auf den Christkindlmärkten und Weihnachtsbasaren. Der Reinerlös kommt überwiegend der weiteren Arbeit des AK Stadtteilgeschichte und dem Truderinger Kulturkreis e.V. zugute, der den Arbeitskreis von Anfang unterstützte.

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