Die Polizeiinspektion 25 (Trudering-Riem) hat einen neuen Leiter: Normann Ortmayr, der Helmut Bayerl nachfolgte, ist vor kurzem offiziell in sein Amt eingeführt worden. Zu tun gibt es für die Polizei im Stadtbezirk immer - dafür sorgt schon allein das Messegelände mit seinen Großveranstaltungen.
Reger Zulauf herrschte in der Polizeiinspektion 25, die sich in der Werner-Eckert-Straße in der Messestadt befindet. Die Gäste, darunter viele hochrangige Polizistinnen und Polizisten und Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel, lauschten zunächst dem Gesang des Frauenchors der Münchner Polizei, der „Super Trouper” intonierte. In dem Welthit von ABBA geht es darum, im Scheinwerferlicht zu stehen. Das traf an diesem Tag, zumindest im übertragenen Sinne, auch auf Normann Ortmayr zu.
Seit 1. Februar 2025 leitet Ortmayr, seines Zeichens Erster Polizeihauptkommissar, die Polizeiinspektion (PI) 25. Er ist damit Vorgesetzter von über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Es macht mich stolz und ich freue mich”, betonte Ortmayr: „Ich bin mir aber auch der Verantwortung bewusst”. Der Dienstbereich der PI 25 umfasst den Stadtbezirk Trudering-Riem und einen kleinen Teil von Berg am Laim - ein Gebiet, in dem über 75.000 Menschen leben. Jährlich verzeichnet die PI 25 rund 10.000 Einsätze. Für konstante Arbeit sorgen die Großveranstaltungen auf dem Messegelände, der Galopprennbahn und der Olympia-Reitanlage.
Normann Ortmayr, der 1988 seine Ausbildung bei der Polizei begann, verfügt über umfangreiche Erfahrung. Er wirkte unter anderem als Inspektionsbeamter bei der PI 27 (Haar), als stellvertretender Inspektionsleiter der PI 16 (Hauptbahnhof), wo er 2022 die Ankunft zahlreicher Geflüchteter aus der Ukraine bewältigen musste, sowie jahrelang im Polizeipräsidium, in der Unterabteilung E3 (Kriminalitätsbekämpfung). Im Juli 2024 wechselte Ortmayr zur PI 25, wo er zum Team von Polizeioberrat Helmut Bayerl gehörte.
Nun hat Bayerl seinen Ruhestand angetreten und sein Amt an Ortmayr übergeben. „Ich würde alles so wieder machen”, meinte Bayerl bei der Einführung seines Nachfolgers, dem er für die Zusammenarbeit dankte. Mit seiner „breitgefächerten Polizeikarriere und seiner Führungskompetenz” werde Ortmayr die kommenden Herausforderungen ebenso mit Bravour meistern, erklärte Polizeipräsident Thomas Hampel.
Helmut Bayerl, der insgesamt 45 Jahre im Polizeidienst tätig war, wirkte bei Großereignissen wie der Messe von Papst Benedikt XVI. in Riem 2006, der Fußball-Weltmeisterschaft im gleichen Jahr oder dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2015 im Planungsstab mit. Seit 2015 stand er der Polizeiinspektion Trudering-Riem vor. Seine Position habe Bayerl mit „beeindruckendem Fachwissen, außerordentlichem Engagement und großer Menschlichkeit” ausgefüllt, teilte die Münchner Polizei mit. Gerüchten zufolge soll sogar Sängerin Adele bei einem ihrer Konzerte in Riem 2024 den Chef der örtlichen Polizei um gemeinsames Foto gebeten haben. Für seinen Ruhestand hat sich Helmut Bayerl eine Playstation zugelegt - langweilig dürfte es ihm also nicht werden...
Eine der größeren Herausforderungen für die PI 25 war und ist der Umgang mit Jugendgruppen in der Messestadt. Dass die Zahl der Straftaten hier von 2023 bis 2024 um etwa elf Prozent gesunken ist, sei ein Verdienst von Helmut Bayerl und seinem Team, betonte Polizeipräsident Hampel. Dazu beigetragen hätten verschiedene Konzepte, zum einen starke Polizeipräsenz und bürgernahes Agieren, aber auch die Berufsinformationsmesse „Perspektiven schaffen – Gemeinsam für Eure Zukunft“ im Sommer 2023, bei der die Polizei mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, Vorurteile abbauen und berufliche Perspektiven aufzeigen wollte.
Helmut Bayerl und Normann Ortmayr erhielten beide vom Polizeipräsidenten als Präsent ein kleines Glas Bienenhonig, erzeugt von polizeieigenen Bienen. Zum Abschluss durften die Gäste abermals dem Frauenchor der Münchner Polizei lauschen, der nun „Tage wie diese” sang. So gut der Text dieses Nummer-eins-Hits zu einem feierlichen Anlass passte, so wenig tat es der Name der Band: „Tote Hose” wird in Trudering-Riem sicher niemals herrschen.