Mit etwa 250 Teilnehmenden war der zweite CSD Karlsfelds größer als erwartet. Er verlief mit Straßenfest und einem fröhlichem, bunten Demonstrationszug durch Karlsfeld sehr erfolgreich.
Der CSD Karlsfeld bestand dieses Jahr erneut aus politischen Kundgebungen mit anschließendem Demonstrationszug – dieses Jahr jedoch zum ersten Mal auch aus einer kleinen Ständemeile und Livemusik von Ronja Künstler. Ob es auch im nächsten Jahr einen CSD Karlsfeld geben wird, ließ das Organisationsteam offen.
Nicht nur an den deutlich gestiegenen Teilnehmendenzahlen, sondern auch an den vielen positiven Reaktionen war zu erkennen, dass eine Pride-Parade in Karlsfeld auf viel Zustimmung trifft.
Der fröhliche Umzug wurde durch politische Botschaften in den Reden und künstlerischen Einlagen ergänzt. Queere Menschen werden noch immer häufig ausgegrenzt und leiden unter Vorurteilen. Auch im Vorfeld des CSDs wurden viele CSD-Plakate zerstört und teilweise mit der Reichsflagge – einem Symbol für die NS-Zeit – beschmiert. Veranstaltungen wie CSDs dienen auch als Protest gegen die anhaltende Diskriminierung queerer Menschen.
CSDs sind Veranstaltungen für und von der queeren Community,also Menschen vielfältiger sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Auch in vielen kleinen Orten finden jährlich CSDs statt, seit 2025 auch in Karlsfeld. CSDs sind ein Anlass für die lokale LGBTQ+-Community, sich zu treffen, zusammen zu feiern und zu zeigen, dass auch in Karlsfeld queereMenschen leben.