Veröffentlicht am 28.05.2026 16:17

Pfarrer Roman Breitwieser nach 38 Jahren verabschiedet

Dekan Felix Reuter segnete Pfarrer Roman Breitwieser und seine Frau Carla. (Foto: Gem)
Dekan Felix Reuter segnete Pfarrer Roman Breitwieser und seine Frau Carla. (Foto: Gem)
Dekan Felix Reuter segnete Pfarrer Roman Breitwieser und seine Frau Carla. (Foto: Gem)
Dekan Felix Reuter segnete Pfarrer Roman Breitwieser und seine Frau Carla. (Foto: Gem)
Dekan Felix Reuter segnete Pfarrer Roman Breitwieser und seine Frau Carla. (Foto: Gem)

„Die Herren dieser Welt gehen, unser Herr kommt”; mit diesem Zitat des späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann leitete Pfarrer Roman Breitwieser seine letzte Ansprache an die versammelte Gemeinde der Korneliuskirche Karlsfeld ein.

Berührende Umdichtung

Im Mai wurde Pfarrer Roman Breitwieser in einem feierlichen Abendmahlsgottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Predigt ließ Pfarrer Breitwieser seinen knapp 38-jährigen Dienst als Seelsorger Revue passieren, mit Stationen in Oberfranken, Brasilien, der Oberpfalz, auch als Klinikseelsorger, und nun in Karlsfeld. Er erörterte die Kerneigenschaften eines guten Pfarrers, wie er sie bereits in seinem Vikariat bei Coburg und über seine vielen Dienststellen und in vielen Situationen seines Dienstes, hinweg ausmachen konnte: „Milde, Güte, menschliche Vernunft und Angemessenheit“. Pfarrer Breitwieser verabschiedete sich mit einer berührenden Umdichtung des bekannten Chansons „Gute Nacht, Freunde“ von Reinhard Mey zu einem „macht es gut, Freunde“. Er beschloss seine Ansprache mit einem mit der Gemeinde gemeinsamen Gesang „you will rock it“ und vor allem „he will rock it“.

Religiöse Dogmen hinterfragen

Vor der formellen Entpflichtung machte Dekan Felix Reuter das Wirken von Pfarrer Breitwieser an drei Ankerpunkten fest. Er verwies auf Breitwiesers Faible für Sport und seine Leidenschaft für Sprachen wie auch die große Bedeutung, die die Religion und der Glaube in seinem Wirken spielen. Für Breitwieser sei es wichtig gewesen, eine Ansprechperson auf Augenhöhe zu sein, religiöse Dogmen zu hinterfragen, und, wenn nötig und geboten, auch zu brechen. Dekan Felix Reuter schloss seine Ansprache mit einem Zitat Dietrich Bonhoeffers: „Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.“

Blick auf das Wesentliche

Anschließend wurde Pfarrer Roman Breitwieser durch Dekan Reuter von seinen Pflichten als Gemeindepfarrer entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet.
Auch Bürgermeister Christian Bieberle und die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki würdigten Breitwiesers Dienst in Karlsfeld. Diakon Josef Enthofer dankte für den katholischen Pfarrverband Breitwieser für sein Engagement um die ökumenische Zusammenarbeit und seine Kolleginnen Pfarrerin Martina Buck und Pfarrerin Ulrike Markert betonten seine Eigenschaften als Mannschaftsspieler, der aber stets Blick auf das Wesentliche behielt und darauf zurückführte.
An den Festgottesdienst schloss sich ein Empfang im Gemeindehaus an. Die Pfarrstelle in Karlsfeld ist bereits zur Nachbesetzung ausgeschrieben

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