Glück im Unglück hatte dieses kleine Nagetier am Freitag, 9. Oktober. Am Nachmittag fegte Elisabeth Schönberger, Mesnerin im Pfarrverband Mittersendling, zusammen mit ihrem zweijährigen Sohn den Hof der St.-Achaz-Kirche. „Als ich den Blattfang aus dem Abfluss zog, hörte ich etwas ganz jämmerlich quieken und mein Kleiner rief sogleich: 'Mama, Maus! Rausnehmen!' Es dauerte einen Moment, bis ich verstand, dass sich ein Siebenschläfer darin verfangen hatte”, erzählt sie.
Sogleich alarmierte sie den Tierschutzverein, der auf den Eichhörnchenschutz e.V. verwies. Dieser wiederum riet, die Feuerwehr zu Hilfe zu rufen. Gesagt, getan. Die tapferen Retter in der Not rückten an und befreiten binnen weniger Minuten die Schlafmaus, die an den Pfoten und unter der Achsel verletzt war. In einer Transportbox wurde sie dem Eichhörnchenschutz überbracht, wo sie nun hoffentlich gesund gepflegt werden kann. Wie lange das Tier dort feststeckte, ist unklar. „Allzu lange kann es eigentlich nicht gewesen sein, denn es sieht recht wohlgenährt aus - was auch der Grund dafür ist, dass es steckengeblieben ist”, meinte der Feuerwehrmann.
„Glück gehabt”, sagt die Mesnerin. „Wäre es am Abend zuvor nicht so windig gewesen, dass es die Blätter in den Abfluss geweht hätte, hätte ich den Blattfang womöglich nicht raugezogen. Für den Siebenschläfer war das wohl Schicksal. Und mein Kleiner redet seitdem immerzu von der Maus und den großartigen Feuerwehrmännern.”