Die „Starnberger Kliniken GmbH” und des Landratsamt nehmen Stellung zur aktuellen Medien-Berichterstattung rund um das Regionalgutachten zur Krankenhausreform. Es sei der Eindruck entstanden, dass bereits Entscheidungen über die zukünftige Krankenhauslandschaft in der Region getroffen worden seien. Dies entspreche aber nicht dem aktuellen Stand des Verfahrens.
Das Regionalgutachten zur Krankenhausreform wird im Auftrag des Bayerischen Gesundheitsministeriums erstellt. Im Rahmen eines ersten Termins wurden den beteiligten Kliniken und Landkreisen bislang lediglich erste Analysen zum Status quo der Krankenhausversorgung in der Region vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Versorgungssituation sowie um allgemeine Betrachtungen zu den Auswirkungen der Krankenhausreform, dem medizinischen Fortschritt und der zunehmenden Ambulantisierung von Leistungen.
Ebenso wurden bislang keine Festlegungen oder Entscheidungen zu einzelnen Klinikstandorten getroffen. Landrat Stefan Frey stellt hierzu klar: „Das Regionalgutachten befindet sich noch in einem frühen Stadium. Die bisher vorgestellten Inhalte stellen eine Analyse der aktuellen Versorgungssituation dar und sind ausdrücklich nicht als Entscheidung oder Vorfestlegung für einzelne Klinikstandorte zu verstehen. Die weitere Bewertung und Abstimmung erfolgt erst im weiteren Verfahren. Deshalb ist es wichtig, die bisherigen Informationen sachlich einzuordnen und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.”
Die Vergabe der sogenannten Leistungsgruppen sowie die zukünftige Krankenhausplanung erfolgen unabhängig vom Regionalgutachten durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben der Krankenhausreform. „Unser gemeinsames Ziel bleibt eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung für die Menschen in unserer Region. Die Starnberger Kliniken sind hierfür heute und auch künftig ein unverzichtbarer Bestandteil der Versorgungslandschaft”, sagt Landrat Frey.
Die Holding Starnberger Kliniken GmbH vereint die Unternehmenstöchter Klinikum Starnberg, Klinikum Penzberg, Klinikum Seefeld, Klinikum Herrsching/ Schindlbeck und die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Außenstelle Wolfratshausen unter einem Dach. Vorsitzender der Geschäftsführung ist Dr. Thomas Weiler, Geschäftsführerin (interims) ist Dr. Sarah Ertl, Alleingesellschafter der Landkreis Starnberg.
Ebenfalls zusammengeführt unter der Dachmarke „Starnberger Kliniken” sind die Residence, die Berufsfachschulen für Pflege und für Krankenpflegehilfe, das Schulungszentrum für Notfallmedizin und Simulation sowie die Medizinischen Versorgungszentren Herrsching, Penzberg und Starnberg.