Vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim VfL Osnabrück am 21. Spieltag war der psychologische Druck auf die Giesinger nach den Ergebnissen der Konkurrenz vom Samstag hoch. Sowohl der MSV Duisburg als auch Energie Cottbus, Rot-Weiss Essen und der F.C. Hansa Rostock hatten ihre Partien gewonnen. Um in der Tabelle Anschluss zu halten, musste vor 15.369 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke ein Auswärtssieg her. Andernfalls würde die erhoffte Aufholjagd ausgebremst und die Löwen in den kommenden Wochen weiter der Musik hinterherlaufen.
Auf Seiten des TSV 1860 galt es zehn verletzungsbedingte Ausfälle im Kader zu kompensieren. Immerhin kehrten Thore Jacobsen nach seiner Gelbsperre und Torhüter Thomas Dähne nach überstandener Erkältung ins Team zurück. Im Gegensatz zu seinem Gegenüber Markus Kauczinski konnte Timo Schultz, der Trainer der Gastgeber, personell aus dem Vollen schöpfen. An Unterstützung von den Rängen mangelte es den Löwen nicht. Rund 1.500 Fans begleiteten ihr Team nach Norddeutschland. Am Ende trennten sich die Verfolger mit einem 1:1-Unentschieden. Ein Ergebnis, das für beide Mannschaften zu wenig ist, um mit den anderen Klubs im Aufstiegskampf Schritt zu halten.
Der VfL Osnabrück ging nach einer Ecke von Lars Kehl durch einen Kopfball von Bjarke Jacobsen mit 1:0 in Führung (17. Min.). Kevin Volland gelang auf Vorlage von Phillip Maier in Folge einer starken Aktion von David Philipp mit einem Schuss von der Strafraumgrenze der 1:1-Ausgleich (25. Min.). Der erste Treffer des früheren Nationalspielers nach monatelanger Flaute. Kurz darauf klärte Sechzigs Verteidiger Raphael Schifferl für seinen bereits geschlagenen Torhüter bei einem Schuss von Robin Meißner auf der Linie (27. Min.).
In der von beiden Seiten intensiv geführten Partie ergaben sich auf dem schwer zu bespielenden Untergrund im zweiten Durchgang drei gute Möglichkeiten für die Gäste. Doch sowohl Patrick Hobsch (62. Min.) und David Philipp (69. Min.) als auch der eingewechselte Justin Steinkötter (74. Min.) scheiterten. Die größte Chance für die Osnabrücker vergab erneut Stürmer Meißner, der in der 72. Minute aus zehn Metern per Direktabnahme am linken Pfosten vorbeizielte.
Kauczinski sprach nach Spielschluss von einem „insgesamt leistungsgerechten“ Unentschieden. Er sei mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit zufrieden gewesen, mit der ersten weniger. In dieser habe man dem Gegner zu viele Umschaltsituationen ermöglicht. Für den Moment müsse man damit leben. Die Spieler hätten Energie gezeigt und gekämpft. Am kommenden Samstag, den 31. Januar, empfängt der TSV 1860 München um 14 Uhr im Grünwalder Stadion Alemannia Aachen. (as)