Die Stiftung Lesen hat unsere Bücherschrank-Serie mit ihrem Medienpreis ausgezeichnet

„Geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam”: Tanja und Johannes Beetz (Münchner Wochenanzeiger) wurden für ihre Bücherschrank-Serie im Staatsministerium für Unterricht und Kultus von Dr. Jürgen Maas (Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, links), Martin Wunsch (Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, Zweiter von rechts) und Heinrich Meyer (Vorstand der Stiftung Presse-Haus NRZ, rechts) ausgezeichnet. (Foto: Stiftung Lesen / Andreas Gebert )
„Geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam”: Tanja und Johannes Beetz (Münchner Wochenanzeiger) wurden für ihre Bücherschrank-Serie im Staatsministerium für Unterricht und Kultus von Dr. Jürgen Maas (Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, links), Martin Wunsch (Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, Zweiter von rechts) und Heinrich Meyer (Vorstand der Stiftung Presse-Haus NRZ, rechts) ausgezeichnet. (Foto: Stiftung Lesen / Andreas Gebert )
„Geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam”: Tanja und Johannes Beetz (Münchner Wochenanzeiger) wurden für ihre Bücherschrank-Serie im Staatsministerium für Unterricht und Kultus von Dr. Jürgen Maas (Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, links), Martin Wunsch (Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, Zweiter von rechts) und Heinrich Meyer (Vorstand der Stiftung Presse-Haus NRZ, rechts) ausgezeichnet. (Foto: Stiftung Lesen / Andreas Gebert )
„Geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam”: Tanja und Johannes Beetz (Münchner Wochenanzeiger) wurden für ihre Bücherschrank-Serie im Staatsministerium für Unterricht und Kultus von Dr. Jürgen Maas (Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, links), Martin Wunsch (Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, Zweiter von rechts) und Heinrich Meyer (Vorstand der Stiftung Presse-Haus NRZ, rechts) ausgezeichnet. (Foto: Stiftung Lesen / Andreas Gebert )
„Geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam”: Tanja und Johannes Beetz (Münchner Wochenanzeiger) wurden für ihre Bücherschrank-Serie im Staatsministerium für Unterricht und Kultus von Dr. Jürgen Maas (Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, links), Martin Wunsch (Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, Zweiter von rechts) und Heinrich Meyer (Vorstand der Stiftung Presse-Haus NRZ, rechts) ausgezeichnet. (Foto: Stiftung Lesen / Andreas Gebert )

Für ihre in den Münchner Wochenanzeigern veröffentlichte Bücherschrank-Serie („Das literarische Quartett”) sind Tanja und Johannes Beetz mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ausgezeichnet worden. Die Stiftung Lesen verlieh den bundesweit bedeutsamen Preis zusammen mit der Stiftung Presse-Haus NRZ im Kultusministerium. Neben den Münchner Wochenanzeigern wurden das SZ-Magazin, Die Zeit und Spektrum der Wissenschaft geehrt. Die Beiträge zeigen, wie sehr sich unser Umgang mit Texten verändert und was das für Bildung, Alltag und Demokratie bedeutet. Gleichzeitig verdeutlichen sie, wie eine Einladung in die Welt des Lesens aussehen kann.

„Geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam”

So begründet die Jury die Vergabe des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises 2026 an Tanja und Johannes Beetz:

Tanja und Johannes Beetz Serie „Das literarische Quartett“ über Münchens öffentliche Bücherschränke verfolgt einen originellen und ausgesprochen sympathischen Ansatz. In über dreißig Folgen nimmt sie stets vier Titel in den Blick, die mancher vielleicht achtlos stehen lassen würde, und begegnet ihnen mit derselben Aufmerksamkeit, die sonst Beststellern und Klassikern vorbehalten ist. Unter dem Leitmotiv der „Menschendinge“ werden mit Witz, Leichtigkeit und Feingefühl die Grenzen zwischen sogenannter hoher und niedriger Literatur aufgelöst und Verbindungen zwischen Buch und Alltag erkennbar. Statt Berührungsängste zu erzeugen, baut die Bücherschrank-Serie Brücken. Sie macht neugierig, statt Ehrfurcht zu verlangen. Sie zeigt, dass Lesen keine exklusive Praxis ist, sondern eine offene Einladung voller Zutrauen in ihre Leserschaft.
So machen Tanja und Johannes Beetz nicht in der Theorie Lust aufs Lesen, sondern ganz praktisch, und leisten damit einen Beitrag zur Lesekultur. Gleichermaßen geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam demonstrieren sie, welch hohen Wert Bücher haben und dass jedes von ihnen eine Tür zu neuen Gedanken und Erfahrungen öffnen kann.

    Alle Beiträge dieser Serie finden Sie unter https://www.wochenanzeiger.de/thema/weitere-themenseiten/schatzsuche.

    Überraschendes finden

    In der Serie „Das literarische Quartett“ haben die Münchner Wochenanzeiger vier oft „banale” Bücher aus einem öffentlichen Bücherschrank (gut 40 gibt es in München) augenzwinkernd wie im Feuilleton unterhaltsam vorgestellt. „Wir haben u.a. verraten, was Dantes Göttliche Komödie über die Midlifecrisis heutzutage weiß; warum ein Dirndl ein höchst feministisches Statement sein kann; was ein Baby-Fühlbuch mit dem Käthchen von Heilbronn gemein hat; und warum eine gute Liebesgeschichte unbedingt anders enden sollte als ein Rosamunde-Pilcher-Wälzer”, so Tanja Beetz.
    Bücherschränke und Anzeigenblätter haben vieles gemein, erläuterte Johannes Beetz: „Hier wie dort findet man Dinge, nach denen man noch gar nicht gesucht hat. Bücherschränke - und Anzeigenblätter - speisen keine populistische Blase. Hier wie dort gibt es nur die fortwährende Einladung, mal eine neue Perspektive zuzulassen, mal die Gedanken anderer mitzudenken. Man muss sie ja nicht gleich selber übernehmen.”

    Zum zweiten Mal ausgezeichnet

    Seit über 20 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben. Die Münchner Wochenanzeiger sind die einzige Anzeigenzeitung in Deutschland, die diesen Preis bisher erhalten hat - allerdings nach 2017 nun bereits zum zweiten Mal.
    Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung in Essen, Dietrich Oppenberg. Er gilt als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland.

    „Lesen ist entscheidend”

    „Lesen ist ein Schlüssel zu Teilhabe und Bildungserfolg. Sich informieren zu können, Zusammenhänge zu erkennen und eine eigene Meinung zu entwickeln, ist weit mehr als ein Bildungsthema – Lesekompetenz ist Grundvoraussetzung für eine lebendige Demokratie”, unterstrich Martin Wunsch, Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums. „Die ausgezeichneten Beiträge zeigen eindrucksvoll, wie entscheidend Lesen und eine verständliche Sprache gerade heute sind.“

    „Lesen prägt unseren Alltag”

    „Unsere Preisträgerinnen und Preisträger zeigen die Bandbreite des Lesens auf. Sie machen einerseits Lust aufs Lesen und beleuchten andererseits, wie Lesen unseren Alltag und unser Denken prägt“, ergänzte Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, bei der Preisverleihung. „Das fasst unseren gesellschaftlichen Auftrag gut zusammen: Wir brauchen mehr Investitionen, um Lesefreude und -kultur zu fördern und damit vor allem die Lesekompetenz zu stärken. Das ist die Grundlage für ein zukunftsfähiges Miteinander.”

    Die besten Beiträge

    Mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis 2026 wurden ausgezeichnet:

    • Sonderpreis: Tanja und Johannes Beetz, „Das literarische Quartett“ (Münchner Wochenanzeiger)
    • 1. Preis: Jakob Schrenk, „Das Ertrinken im Redefluss“ (SZ-Magazin)
    • 2. Preis: Anant Agarwala und Martin Spiewak, „Ein Buch lesen? Ganz?!“ (Die Zeit)
    • 3. Preis: Mareike Knoke, „Verstehen Sie Behördendeutsch?“ (spektrum.de).

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