Ein wahrhafter Baumfrevel an den stadteigenen Linden gegenüber der Thomas-Mann-Straße schockiert zurzeit die Stadtverwaltung und alle, die an der Stelle vorüberkommen. Zwei Linden von etwa sieben Metern Höhe sind von einem oder mehreren bislang unbekannten Tätern auf grobe Weise beschädigt worden. Einer der beiden Bäume ist auf eine Resthöhe von drei Metern gekappt worden. Ein weiterer städtischer Baum wurde ebenfalls widerrechtlich und unsachgemäß zurückgeschnitten. Die Stadt hat eine Strafanzeige gegen unbekannt wegen Zerstörung und Sachbeschädigung städtischen Eigentums gestellt. Nun wendet sich die Polizei an die Bevölkerung mit der Bitte um sachdienlichen Hinweise. Wer hier helfen kann, meldet sich bei der Polizeiinspektion 48, Hofkurat-Diehl-Straße 9 oder unter der Telefonnummer 089 315640.
Diese unsägliche Tat steht in krassem Widerspruch zu vielen geplanten und bereits durchgeführten positiven Dingen, mit der die Stadt die Bevölkerung gegen die Folgen des Klimawandels schützen will. Denn gerade erst hat der Stadtrat dem Klimaanpassungskonzept des Landkreises München und dem Maßnahmenkatalog für Unterschleißheim zugestimmt. Damit setzt die Stadt neben dem Klimaschutz einen klaren Schwerpunkt auf Vorsorge: Man will sich systematisch auf die Folgen des Klimawandels – wie Hitze, Trockenperioden und Starkregen – einstellen.
Im Maßnahmenkatalog finden sich für Unterschleißheim unter anderem ein Organisations- und Kommunikationssystem für Hitzewellen mit klaren Zuständigkeiten, Abläufen und besonderem Schutz für vulnerable Gruppen, ebenso wie die klimaangepasste Gestaltung öffentlicher Verkehrsinfrastruktur. Hier sollen Haltestellen als angenehmere, geschützte Aufenthaltsorte gestaltet werden. Bereits 2022 war in einer Testphase eine erste begrünte Buswartehalle aufgestellt worden. Weitere solcher Wartehallen sind in Planung und sollen im Frühjahr folgen. Zudem gilt: Künftig neu aufzustellende Buswartehäuschen sollen immer begrünt sein. Außerdem vorgesehen sind zwei Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum.
Die Maßnahmen decken zahlreiche Handlungsfelder ab, darunter Grün- und Freiflächen, Biodiversität, Bauleitplanung, Straßenbau und Verkehr, Gesundheit, Bauen und Wohnen, Wasserwirtschaft sowie Sicherheit und Katastrophenschutz. Die Umsetzung der Initiativen erfolgt schrittweise. Die Verwaltung wurde beauftragt, konkrete Projekte aus dem Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, die Kosten dafür einzuschätzen und sie dem Umwelt- und Verkehrsausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Zusammenarbeit mit den Landkreiskommunen und dem Landratsamt wird dabei ausdrücklich weiter unterstützt.