Zwei Jahre Trainer beim TSV 1860 München

Michael Köllner auf prominenten Spuren

Dienstjubiläum: Michael Köllner. Foto: Anne Wild

Dienstjubiläum: Michael Köllner. Foto: Anne Wild

München/Giesing · In dieser Woche feiert Michael Köllner ein Dienstjubiläum. Seit zwei Jahren ist er nunmehr Leiter des Trainerstabs beim TSV 1860 München. Seine sportliche Bilanz kann sich sehen lassen: In insgesamt 86 Pflichtspielen kam Köllners Mannschaft auf 40 Siege, 28 Unentschieden und 18 Niederlagen. Bringt der Oberpfälzer die aktuell laufende Spielzeit mit den Weiß-Blauen zu Ende, wandelt er auf prominenten Spuren und würde sich, was die zeitliche Länge seines Dienstverhältnisses anbelangt, auf Platz drei unter allen Trainern des TSV 1860 München einreihen.

Aktuell liegen noch Daniel Bierofka mit 105 Spielen und Rainer Maurer – bei seinem zweiten Engagement in Giesing – mit 88 absolvierten Partien in der Statistik vor Köllner. Insgesamt 363 Spiele mit dem TSV 1860 München hat Werner Lorant auf dem Buckel und ist damit der am längsten beschäftigte Übungsleiter in der Geschichte des Klubs. Neun Jahre lang stand der knorrige Westfale auf der Gehaltsliste der Löwen, mit denen er von der drittklassigen Bayernliga bis in die Bundesliga aufstieg. Besser als in Giesing traf Lorant es danach nirgendwo mehr. Seine mehr als ein Dutzend folgenden Stationen endeten alle eher unglücklich und meist schon nach kurzer Zeit.

Auf Platz zwei der dienstältesten Löwen-Trainer steht der legendäre Max Merkel. Fünf Jahre und 208 Partien lang schwang er das sportliche Zepter an der Grünwalder Straße und führte die Weiß-Blauen zum DFB-Pokalsieg (1964), ins Finale des Europapokals der Pokalsieger (1965) und zur Deutschen Meisterschaft (1966). Eine spätere zweite Amtszeit endete 1974/1975 noch vor Ablauf der Saison.

Köllner muss sich seine weiß-blauen Titel erst noch verdienen. Mit dem Gewinn des Bayerischen Landespokals 2020 kann er einen kleinen Eintrag in das Geschichtsbuch des TSV 1860 vorweisen. Zum Ende seiner ersten Saison in Giesing führte der heute 51-Jährige das Team mit einer spektakulären Aufholjagd aus dem Tabellenkeller der Dritten Liga auf Platz acht. Bis zum letzten Spieltag war sogar rechnerisch der Aufstiegsrelegationsplatz noch möglich. Ebenso in der darauffolgenden Spielzeit, als es am letzten Spieltag beim FC Ingolstadt zur entscheidenden Partie um den dritten Rang kam, die jedoch an die Schanzer ging.

(as)

Artikel vom 10.11.2021
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