Handel im Herzen Europas

Maxvorstadt · Deutsch-tschechoslowakische Wirtschaftsbeziehungen ab 1918

Böhmischer Hopfen gehörte zu den wichtigsten Exportartikeln nach Deutschland. F.: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Sudetendeutsches Archiv, Bildarchiv 14183

Böhmischer Hopfen gehörte zu den wichtigsten Exportartikeln nach Deutschland. F.: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Sudetendeutsches Archiv, Bildarchiv 14183

Maxvorstadt · Am 5. Dezember wurde die Wanderausstellung „Handel im Herzen Europas. Deutsch-tschechoslowakische Wirtschaftsbeziehungen 1918–1992“ in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns eröffnet.

Die Ausstellung ist bis 1. Februar 2019 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Foyer 1. OG, Schönfeldstraße 5, zu sehen ‒ zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag, 8.30 bis 18 Uhr, Freitag, 8.30 bis 13.30 Uhr; an Sonn- und Feiertagen sowie vom 24. Dezember 2018 bis 1. Januar 2019 ist die Schau geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung wurde vom Nationalarchiv der Tschechischen Republik zusammen mit dem Bundesarchiv erarbeitet. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv zeigt die Ausstellung unter Ergänzung durch ausgewählte Originaldokumente zur Thematik aus eigenen Beständen.

Die militärische Niederlage der Mittelmächte im November 1918 führte zur Revolution in Bayern und zum Untergang der Donaumonarchie. Während Bayern unter Kurt Eisner als Freistaat neu erstand, zerfiel die Habsburgermonarchie in mehrere Nachfolgestaaten. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Bayern entstand so die Tschechoslowakische Republik. Über Jahrhunderte gewachsene, grenzübergreifende Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Böhmen mussten damit auf eine neue Grundlage gestellt werden.

Grenzübergreifende Handelsbeziehungen

Ausgehend von der Gründung der Tschechoslowakischen Republik vor 100 Jahren beleuchtet die Ausstellung das deutsch-tschechoslowakische Verhältnis bis zur friedlichen Teilung der Tschechoslowakei im Jahr 1992 erstmals aus wirtschaftsgeschichtlicher Perspektive. Geprägt wurden die Handelsbeziehungen in dieser Zeit durch die epochalen historischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt aber auch, dass die grenzübergreifende Zusammenarbeit gerade auf den unteren Ebenen über alle politischen Umbrüche und weltanschaulichen Gegensätze hinweg bestehen blieb und die Menschen miteinander verband.

Auf zwölf reich bebilderten Roll-Ups zeigt die Ausstellung einschlägige Dokumente aus zahlreichen tschechischen, slowakischen und deutschen Archiven. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv setzt in seinem Ergänzungsteil (knapp 30 Exponate) den Schwerpunkt auf die Neubegründung der bayerisch-tschechoslowakischen Wirtschaftsbeziehungen in der Weimarer Zeit.

Artikel vom 28.11.2018
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