Schöne Worte, keine Taten?

Weg mit dem Plastik: Wir haben Sie, unsere Leser, gebeten, uns ihre Plastik-Vermeidungs-Strategien mitzuteilen

München · In der Ausgabe des Münchner Wochenblatts vom 10. November haben wir über das wachsende Problem des Plastikmülls berichtet. Unsere Leserin Elisabeth Nauerth hat festgestellt, dass es grundsätzlich gut ist, über dieses Problem zu reden. Aber reden alleine ist zu wenig, findet sie.

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Es ist sehr gut, dass sich die Verlage im Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter für die Projektarbeit des WWF einsetzen. Und im Internet können die Bürger wertvolle Tipps vom AWM zur Plastikvermeidung finden.

Jetzt kommt mein ABER: Auf den Müllwagen der Stadt München forderte uns lange der freundliche, bärtige Mann auf, keine To-Go-Becher zu verwenden. Jeden Tag wandern nur in München ca. 190 000 Becher in den Abfall. Die Backshops und kleinen Cafés an sämtlichen Bahnhöfen verkaufen immer noch Coffee-to-go und es scheint sich zu lohnen.

Ich erwarte von der Stadt München nicht nur schöne Worte, sondern dass auch beim täglichen Verbrauch von Papier und Plastik endlich etwas getan wird. Und es ist kein Einzelfall, wenn Mitmenschen auf dem Weg zur Trambahn ihre Becher in den braunen Biotonnen entsorgen, die zur Leerung vor den Häusern stehen.

Was auch nichts mit Plastikvermeidung zu tun hat: Die Deutsche Post verteilt seit Jahren einmal in der Woche mit der täglichen Briefsendung mehrere Prospekte im DIN A4-Format zusammen in Plastik eingeschweißt. Wer trägt dafür die Verantwortung? Als ich kürzlich zu einem Besuch in der Nähe von Frankfurt war, kamen diese eingeschweißten Prospekte auch mit der Post. Wieviel Plastik kommt da zusammen, wenn das in anderen Bundesländern auch gemacht wird?

Geschwindigkeitsbeschränkung funktioniert dort am besten, wo die Autofahrer wissen, da wird geblitzt, das kann teuer werden. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, über den Preis den großen Verbrauch der Becher zu vermeiden bzw. über das Angebot, den mehrfach zu verwendenden Becher zu kaufen. Und die Stadt dürfte nicht mitverdienen, indem sie an Bäckereien und Cafés vermietet, die viel Geld mit Getränken-to-go machen. Ich bin sicher, dass es genügend Fachleute gibt, die Wege für die Plastikvermeidung finden.

Elisabeth Nauerth
per E-Mail

Haben Sie noch mehr Tipps? Dann her damit! Einfach per E-Mail an redaktion@wochenanzeiger.de schicken. Wir geben sie gerne an die Münchner weiter.

Artikel vom 23.11.2018
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