Am Mittwoch, 10. Juni, ereigneten sich zwischen 5.20 und 7 Uhr auf der A96 wie auch der A8 West mehrere Aquaplaning-Unfälle, sowie gegen 10.45 Uhr ein größerer Unfall auf der A99 nach dem Tunnel Allach.
Zu Beginn geriet ein 39-jähriger Fahrzeugführer bei seiner Fahrt auf der A8 Richtung München auf Höhe Dachau/Fürstenfeldbruck auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und kollidierte zuerst mit der linken und anschließend mit der rechten Betonschutzwand. Das Fahrzeug war danach nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Fahrer wurde leicht verletzt in ein Klinikum verbracht. Die Feuerwehren Wiedenzhausen, Feldgeding und Sulzemoos unterstützen bei der Absicherung der Unfallstelle.
Gegen 6 Uhr ereignete sich dann ein weiterer Aquaplaning-Unfall auf der A96 in Fahrtrichtung München auf Höhe Gilching. Dort kollidierte ebenfalls ein 36-jähriger Fahrzeugführer aus dem Landkreis Landsberg am Lech mit der Mittelbetonschutzwand.Der Fahrer blieb unverletzt, das Fahrzeug noch fahrbereit.
Gegen 7 Uhr kam es nochmals auf Höhe Gilching zu einem Unfall. Eine 37-jährige Fahrzeugführerin aus dem Landkreis Starnberg geriet auf regennasser Fahrbahn ebenfalls ins Schleudern, kam vom mittleren Fahrstreifen zuerst auf den linken Fahrstreifen und schleuderte anschließend über den rechten Fahrstreifen gegen die dortige Betonschutzwand. Ein nachfolgender Verkehrsteilnehmer versuchte noch, einen Zusammenstoß zu vermeiden und wich dem schleudernden Fahrzeug aus, woraufhin dieser selbst mit der Mittelschutzplanke kollidierte. Beide Unfallbeteiligten wurden leicht verletzt in ein Klinikum verbracht. An den beiden hochwertigen, fast neuen Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von ca. 115.000 Euro. Die Autobahn musste kurzzeitig voll gesperrt werden und der Verkehr an der Anschlussstelle Gilching abgeleitet werden, bis zumindest die linke Fahrspur wieder freigegeben werden konnte. Aufgrund des Rückstaus musste am Tunnel Etterschlag eine Blockabfertigung geschalten werden.
Besonders viel Geduld mussten die Verkehrsteilnehmer schließlich auf der A99 Richtung Lindau mitbringen, als es gegen 10.45 Uhr unmittelbar nach dem Tunnel Allach zu einem Unfall mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen kam und der Tunnel daraufhin für ca. zwei Stunden komplett gesperrt werden musste. Bis zum Nachmittag kam es hierbei zu Behinderungen. Die rechte Fahrspur konnte schließlich gegen 17.15 Uhr wieder freigegeben werden.
Ein 46-jähriger Fahrzeugführer aus München war nach einem Spurwechsel vom linken auf den nebenliegenden rechten Fahrstreifen einem anderen Pkw aufgefahren, wodurch dieser wiederum auf den vor ihm fahrenden Pkw geschoben und dieser schließlich in einen Lkw geschoben wurde. Durch umherfliegende Trümmerteile wurde ein weiteres Fahrzeug beschädigt. Es wurden zwei Personen leicht verletzt, eine davon wurde in ein Klinikum eingeliefert. Da die Autobahn durch auslaufende Betriebsstoffe massiv verunreinigt war, musste diese durch die Autobahnmeisterei gesäubert werden. Die Reinigung verzögerte sich jedoch eklatant, da etlichen Verkehrsteilnehmenden die Bedeutung und Notwendigkeit einer Rettungsgasse offensichtlich immer noch nicht bekannt ist. Ein Polizeibeamter musste deshalb fußläufig den betreffenden Verkehrsteilnehmenden erklären, dass sie die Rettungsgasse freizumachen haben, da mit den Fahrzeugen kein Durchkommen mehr möglich war. Nachdem die Gasse schließlich mühsam frei geräumt worden war, war es vielen Verkehrsteilnehmenden nicht möglich, diese freizuhalten.
Glücklicherweise kam es bei diesem Zusammenstoß nicht zu schweren Verletzungen, da Rettungskräfte ansonsten schlichtweg nicht rechtzeitig hätten Hilfe leisten können.