Ein Marderschaden ist teuer und ärgerlich. Angebissene Zündkabel, Gummimanschetten und durchgekaute Kühlwasserschläuche kosten den Autofahrer durchschnittlich 230 Euro und jede Menge Nerven. Im Juli ist die Paarungszeit der Marder und sie hinterlassen ihre Duftspuren in der Motorhaube des Autos oder legen hier ihre Proviantlager an. Der Geruch von dem einen Marder provoziert den anderen und dieser geht auf die Innenteile des Autos los.
Rund 200.000 Übergriffe von Mardern auf Autoteile zählt der Gesamtverband Deutscher Versicherer (GDV) inzwischen jährlich. Wie kann man sich oder viel mehr sein Auto schützen? Ultraschallgeräte mit stets wechselnden Frequenzen sollen Abbhilfe versprechem oder Stromgeräte, die nach dem Weidezaun-Prinzip funktionieren. Hausmittelchen reichen von Hundehaaren über WC-Steine bis zum Hinweis, selbst in den Motorraum zu pinkeln. Die Wirkung ist jedoch fragwürdig. Nach einer Marderattacke sollte man den Motorraum waschen - oder bereits dann, wenn erste Pfotenabdrücke oder Essensreste auf der Motorhaube oder im Motorraum erkennbar sind.