Wirksam gegen Schädlinge schützen

Mitarbeiter des Verkehrszentrums achten darauf, dass Textilien in Automobilen oder hölzerne Kutschen nicht von Schädlingen befallen werden. (Foto: Deutsches Museum)
Mitarbeiter des Verkehrszentrums achten darauf, dass Textilien in Automobilen oder hölzerne Kutschen nicht von Schädlingen befallen werden. (Foto: Deutsches Museum)
Mitarbeiter des Verkehrszentrums achten darauf, dass Textilien in Automobilen oder hölzerne Kutschen nicht von Schädlingen befallen werden. (Foto: Deutsches Museum)
Mitarbeiter des Verkehrszentrums achten darauf, dass Textilien in Automobilen oder hölzerne Kutschen nicht von Schädlingen befallen werden. (Foto: Deutsches Museum)
Mitarbeiter des Verkehrszentrums achten darauf, dass Textilien in Automobilen oder hölzerne Kutschen nicht von Schädlingen befallen werden. (Foto: Deutsches Museum)

Noch bis Sonntag, 12. April, ist im Verkehrszentrum des Deutschen Museums (Am Bavariapark 5) die Sonderausstellung „Hier nagt nicht nur der Zahn der Zeit” zu sehen. Die Wanderausstellung des Naturhistorischen Museums Wien stellt in der Galerie in Halle III Museums- und Wohnungsschädlinge vor und zeigt auf, wie sich die heutigen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung von historischen unterscheiden. Zudem werden neue Erkenntnisse über den Einfluss des Klimawandels auf die Schädlingsproblematik in Museen präsentiert.

Museumskäfer, Motten, Schimmel: In der eigenen Wohnung schon schlimm genug, aber ein Schädlingsbefall im Museum ist verheerend. Auch für die Sammlungen im Verkehrszentrum ist das Thema Schädlingsbekämpfung wichtig. Man würde es nicht gleich vermuten, aber auch Fahrzeug können von Schädlingen beeinträchtigt werden: seien es Holzwürmer, die hölzerne Wagen und Kutschen oder Fahrzeugaufbauten befallen, seien es Textilien in Automobilen oder Waggons, in die sich Kleidermotten einnisten möchten, oder Mäuse, die bei geöffneter Tür in die Hallen laufen und es sich unter oder in Exponaten gemütlich machen möchten. All dies sind Beispiele aus der Museumspraxis im Verkehrszentrum.

Das Verkehrszentrum betreibt deshalb seit 2007 ein regelmäßiges Schädlings-Monitoring. Das Verkehrszentrum gehört zu den ersten Museen, in denen früh umweltschonend Nützlinge – in diesem Fall Schlupfwespen – gegen Motten eingesetzt worden sind. Die mikroskopisch kleinen Tierchen – sie sind nicht einmal einen Millimeter lang – suchen und finden Motteneier und legen ihre eigenen Eier in den Eiern der Motten ab. Sie unterbinden damit die Fortpflanzung der Motten.

Das ist nachhaltig und umweltfreundlich, ganz ohne Chemikalien. Das Verfahren wurde im Verkehrszentrum in einer mehrjährigen Testreihe erprobt. Bei schwerem Befall mit Schädlingen kam und kommt - je Schädlingsbefund – auch nach wie vor die Begasung, z.B. mit umweltschonenden Gasen in Frage.

Das Verkehrszentrum ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet (außer Karfreitag).

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