Willy-Brandt-Platz erhält komplett neues Gesicht

Die Arbeiten zur Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes haben begonnen. So sind Bäume gefällt worden, die erkrankt und/oder nicht mehr standsicher waren. (Foto: bas)
Die Arbeiten zur Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes haben begonnen. So sind Bäume gefällt worden, die erkrankt und/oder nicht mehr standsicher waren. (Foto: bas)
Die Arbeiten zur Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes haben begonnen. So sind Bäume gefällt worden, die erkrankt und/oder nicht mehr standsicher waren. (Foto: bas)
Die Arbeiten zur Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes haben begonnen. So sind Bäume gefällt worden, die erkrankt und/oder nicht mehr standsicher waren. (Foto: bas)
Die Arbeiten zur Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes haben begonnen. So sind Bäume gefällt worden, die erkrankt und/oder nicht mehr standsicher waren. (Foto: bas)

Das städtische Baureferat hat mit der umfassenden Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes begonnen. Der zentrale Platz der Messestadt Riem ist bislang vollständig versiegelt, soll nun aber zu einem klimaangepassten, barrierefreien und attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältiger Grünausstattung umgebaut werden. Die Grundlagen der Planung seien nach Angaben der Stadt Anregungen und Ideen der Bürger vor Ort gewesen.

„Der Umbau des Willy-Brandt-Platzes steht für eine klimaverantwortliche Stadtentwicklung und einen lebendigen, einladenden öffentlichen Raum”, erläutert Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer. Auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie der Marienplatz, hätte bisher steinerne Leere dominiert, ergänzt Ehbauer: „Große Teile der Platzfläche werden wir entsiegeln, naturnah gestalten und insgesamt ein hochwertiges, vielfältiges Aufenthaltsangebot schaffen”. Das Ziel der umfassenden Umbaumaßnahmen: einen grünen, gesunden und klimafreundlichen Stadtraum für alle Bewohner und Besucher der Messestadt zu schaffen.

50 Bäume weichen, 98 neue kommen

Im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen sind bereits 50 stark geschwächte und teils erkrankte Bestandsbäume gefällt worden. Ein unabhängiges Fachgutachten habe ergeben, dass viele dieser Bäume nicht mehr ausreichend vital oder standsicher waren und ersetzt werden müssten, schreibt die Stadt in der Rathaus Umschau. Die Maßnahme sei in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Stadtrat sowie dem Bezirksausschuss Trudering-Riem erfolgt.

Für einen zukunftsfähigen Baumbestand auf dem Willy-Brandt-Platz pflanzt das Baureferat insgesamt 98 neue, große Bäume, die optimale Wachstumsbedingungen erhalten sollen. Dazu kommt noch ein vielfältig bepflanztes Wildstaudenmeer. Es soll für biologische Vielfalt, lebendige Farben und wertvollen Lebensraum für Insekten sorgen. Eine große Brunnenfläche mit 44 Wasserfontänen dürfte die Aufenthaltsqualität auf dem zentralen Platz der Messestadt zusätzlich erhöhen.

Bessere Wege und Barrierefreiheit

Die Arbeiten an der Platzfläche beginnen laut Stadt Ende März. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Verbesserung der Barrierefreiheit: Wegeführungen und Querungen werden neu geordnet und mit barrierefreien Belägen ausgestattet. Dies erleichtert künftig die sichere und komfortable Nutzung des Platzes für alle Menschen. Der Bau der Wege in der Platzmitte durch das zukünftige Wildstaudenmeer erfolgt abschließend Ende 2027.

Ab 2027 beginnt zudem die Bepflanzung und Entwicklung der Grünflächen einschließlich der neuen Bäume sowie der neun Aufenthalts- und Aktionsbereiche. Diese Arbeiten plant das Baureferat bis Frühjahr 2028 abzuschließen. Der Willy-Brandt-Platz wird während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar bleiben, versichert die Stadt.

Kosten zu 50 Prozent gefördert

Die vom Münchner Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 18,6 Millionen Euro, wobei der Umbau zu knapp 50 Prozent aus Förderprogrammen finanziert wird. Dazu zählen Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus dem „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz” für die Pflanzung der neuen Bäume und deren anschließende Entwicklungspflege sowie aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative” für das geplante Verbreitern des bestehenden Radwegs. Das Projekt wird zudem im bayerischen Städtebauförderungsprogramm mit Mitteln des Freistaats Bayern in Höhe von 8,3 Millionen Euro gefördert.

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