Veröffentlicht am 28.04.2026 09:51

„Veränderungen brauchen Raum”

Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)

Der TSV 1860 München hat im Hinblick auf die kommende Spielzeit eine Reihe personeller Veränderungen bekannt gegeben. Neben Clemens Lippmann, der Giesing vermutlich in Richtung SC Paderborn 07 verlässt, sind auch Jesper Verlaat, Thore Jacobsen, David Philipp, Maximilian Wolfram, Raphael Schifferl und Morris Schröter künftig nicht mehr dabei. Ihre auslaufenden Verträge wurden vom Klub nicht verlängert. „Das ist ein ganz normaler Prozess”, kommentierte Trainer Markus Kauczinski in der Pressekonferenz vor dem vergangenen Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846.

Die Entscheidung, die Kontrakte der sechs Spieler nicht zu verlängern, sei in Absprache zwischen der Geschäftsleitung und dem Trainerteam getroffen worden. „Wir haben das gemeinsam entschieden. Wir hatten das Gefühl, dass sich Dinge verändern müssen und Veränderungen brauchen Raum. Das ist sicher emotional und menschlich schwer, aber man muss sich in der Sache entscheiden. Hier haben wir einen Konsens gefunden, hinter dem ich stehe”, erläuterte Kauczinski. Mit der aktuellen Mannschaft habe man „viele Dinge umgesetzt, aber auch nur phasenweise”, weshalb es „keine Option gewesen ist, mit dem gleichen Kader wieder ins Rennen zu gehen”.

Der Profikader des TSV 1860 München umfasst aktuell 33 Aktive. Das ist mehr als bei den meisten anderen Klubs der 3. Liga. Abzüglich der sieben Spieler, die nach dem derzeitigen Stand im Sommer nicht mehr dabei sein werden, bleiben 26 übrig. In der Boulevardpresse war dennoch von einem angeblichen „Kahlschlag” oder „Kaderbeben” zu lesen.

Während Kauczinski die Trennung zum Saisonende mit sportlich benötigten „neuen Impulsen” erklärte, verwies 1860-Geschäftsführer Manfred Paula in der Halbzeitpause des Ulm-Spiels am Mikrofon des Bayerischen Rundfunks darauf, dass „Geld auch immer eine Rolle bei 1860 München spielt, weil es grundsätzlich nicht üppig vorhanden ist. Aber es ist nur eines von mehreren Kriterien”. Die Abgänger im Sommer zählen mutmaßlich zu den Top-Verdienern im Klub. Dem Vernehmen nach sollen sich Investor Hasan Ismaik und seine Vertreter mit den Vereinsfunktionären darauf verständigt haben, die Profifußball-Gesellschaft künftig ohne weitere Verschuldung betreiben zu wollen. (as)

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