Veröffentlicht am 11.02.2026 08:27

U18-Wahl in Stadt und Landkreis München vom 16. bis 27. Februar

Die Wahlurne ist zwar selbstgemacht, aber sonst läuft bei der U18-Wahl alles so ab wie bei der „großen” Kommunalwahl am 8. März. (Foto: KJR München-Stadt)
Die Wahlurne ist zwar selbstgemacht, aber sonst läuft bei der U18-Wahl alles so ab wie bei der „großen” Kommunalwahl am 8. März. (Foto: KJR München-Stadt)
Die Wahlurne ist zwar selbstgemacht, aber sonst läuft bei der U18-Wahl alles so ab wie bei der „großen” Kommunalwahl am 8. März. (Foto: KJR München-Stadt)
Die Wahlurne ist zwar selbstgemacht, aber sonst läuft bei der U18-Wahl alles so ab wie bei der „großen” Kommunalwahl am 8. März. (Foto: KJR München-Stadt)
Die Wahlurne ist zwar selbstgemacht, aber sonst läuft bei der U18-Wahl alles so ab wie bei der „großen” Kommunalwahl am 8. März. (Foto: KJR München-Stadt)

Wie sähen Stadtrat und Gemeinderäte künftig aus, wenn Kinder und Jugendliche wählen dürften? Wo würden Kinder und Jugendliche anders entscheiden als die Wahlberechtigten? Und wer würde Münchner Oberbürgermeister oder Landrat? Das wird die U18-Kommunalwahl zeigen. Vom 16. bis 27. Februar, also vor den „echten“ Kommunalwahlen am 8. März, können alle unter 18 Jahren bei dieser Wahlsimulation ihre Stimme abgeben.

Die Kreisjugendringe (KJR) München-Stadt und München-Land organisieren in Stadt und Landkreis München die U18-Wahl. In der Landeshauptstadt gibt es knapp 70 Wahllokale, davon 40 in Freizeitstätten des KJR München-Stadt. Im Landkreis München können Kinder und Jugendlichen in 36 Wahllokalen ihre Stimme abgeben.

„Mit der U18-Kommunalwahl wollen wir junge Menschen an den Wahlakt heranführen, mit Material und Begleitprogramm bei der politischen Meinungsbildung helfen und ganz einfach das Interesse an Politik wecken“, erklärt Svenja Gutzeit, die Vorsitzende des Kreisjugendrings München-Stadt.

„Hervorragender erster Zugang”

„Für mich ist die Stimmabgabe bei einer Wahl nicht nur Ritual einer Demokratie, sondern auch eine Art Fest, das es jedes Mal aufs Neue zu feiern gilt“, sagt Daniel Gögelein, Vorsitzender des Kreisjugendring München-Land: „Die U18-Wahl ist ein hervorragender erster Zugang für junge Menschen an diesem Festakt teilzunehmen.”

Die U18-Wahl funktioniert fast wie die reguläre Wahl, also in Wahllokalen mit Stimmzetteln, Wahlkabinen und Wahlurnen. Mitmachen können ausnahmslos alle Minderjährigen, die sich in Deutschland aufhalten. Die U18-Wahl versteht sich als ein Projekt der politischen Bildung. Denn Politik wird plötzlich konkret und verständlich, wenn Kinder und Jugendliche ihre Anliegen und Forderungen formulieren, diese kritisch mit den Parteiprogrammen vergleichen - und auch mal mit Politikerinnen und Politikern persönlich ins Gespräch kommen.

„Politische Teilhabe ermöglichen”

„U18-Wahlen sind wichtig, weil sie jungen Menschen politische Teilhabe ermöglichen, noch bevor sie offiziell wahlberechtigt sind“, sagt Svenja Gutzeit vom KJR München-Stadt: „Sie helfen zu verstehen, wie Wahlen funktionieren, was Parteien wollen und wie man eine eigene politische Meinung bildet.“

„Durch das tatsächliche Wählen – mit Wahlzettel, Kabine und Auszählung – erfahren junge Menschen Demokratie ganz praktisch“, betont Daniel Gögelein: „Studien zeigen, dass dies viele motiviert, sich auch als Erwachsene politisch einzubringen. Dies steigert die spätere Wahlbeteiligung deutlich.“

Umfangreiches Rahmenprogramm

Die U18-Wahl bietet in den KJR-Freizeitstätten aber nicht nur die Wahl selbst an, sondern ein umfangreiches Rahmenprogramm. Kinder und Jugendliche können sich so informieren und eine Meinung bilden. In vielen Freizeitstätten finden sie Informationen zu den Kandidatinnen und Kandidaten, den Parteien und ihren Wahlprogrammen und dazu, welche Entscheidungen der Gewählten sie selbst direkt betreffen - vom Schulbau bis zur Freizeitstätte.

Alle Wahllokale in Stadt und Landkreis München mit ihren Öffnungszeiten finden sich unter www.u18wahl-muenchen.de.

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